Pallade Veneta - Streiks legen Zugverkehr in England fast komplett lahm

Streiks legen Zugverkehr in England fast komplett lahm


Streiks legen Zugverkehr in England fast komplett lahm
Streiks legen Zugverkehr in England fast komplett lahm / Foto: ISABEL INFANTES - AFP

Es fährt fast gar nicht mehr: Durch die jüngste Runde der Streikwelle in Großbritannien ist der Zugverkehr in England am Freitag weitgehend lahmgelegt worden. Die Mehrheit der Bahnunternehmen sagte wegen des Ausstands der Lokführer sämtliche Fahrten ab. Große Bahnhöfe wie Euston Station in London waren beinahe menschenleer. Millionen Pendlerinnen und Pendler mussten umplanen.

Textgröße ändern:

Die Lokführerinnen und Lokführer hatten bereits am Mittwoch gestreikt und folgten nun einem erneuten Aufruf der Gewerkschaften ASLEF und RMT. Sie fordern in den seit einem Monat andauernden Verhandlungen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Zuletzt boten die Arbeitgeber acht Prozent mehr Lohn binnen zwei Jahren an.

Die Gewerkschaften lehnten dies ab. ASLEF-Funktionär Simon Weller sagte der britischen Nachrichtenagentur PA, die Arbeitnehmerseite sei aufgefordert worden, nicht mehr kollektiv zu verhandeln und sich auf einen Deal einzulassen, der Streiks ausschließe. Der Vorschlag sei von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen.

In den vergangenen Monaten war es in Großbritannien zu mehreren Streikwellen gekommen. In dieser Woche gab es am Mittwoch einen Höhepunkt, als etwa eine halbe Million Beschäftigte in den Ausstand traten. Neben Lokführern nahmen beispielsweise Lehrkräfte und Bedienstete des Grenzschutzes teil.

Die Streikenden beklagen den starken Anstieg der Lebenshaltungskosten und fordern entsprechende Lohnerhöhungen. Zugleich wird mit den Streiks gegen schlechte Arbeitsbedingungen, niedrige Renten sowie Regierungspläne protestiert, das Streikrecht einzuschränken.

F.Amato--PV

Empfohlen

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Textgröße ändern: