Pallade Veneta - Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Dezember wieder gestiegen

Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Dezember wieder gestiegen


Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Dezember wieder gestiegen
Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Dezember wieder gestiegen / Foto: FRANCOIS NASCIMBENI - AFP

Der Auftragseingang bei deutschen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe hat sich im Dezember nach einem starken Rückgang im November wieder weitgehend erholt. Im Monatsvergleich stieg das Auftragsvolumen um 3,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Für November revidierten die Statistiker zudem den Auftragsrückgang im Vergleich zum Vormonat von zunächst 5,3 Prozent auf 4,4 Prozent.

Textgröße ändern:

Der Rückgang im November sei so "zum großen Teil wieder kompensiert" worden, erklärte das Bundesamt. Allerdings sei der Zuwachs im Dezember maßgeblich auf Großaufträge zurückzuführen. Ohne Großaufträge wurde demnach ein Rückgang um 0,6 Prozent verzeichnet.

Stark stieg die Nachfrage im Inland: um 5,7 Prozent im Monatsvergleich. Noch stärker wuchs der Auftragseingang aus dem Euroraum (9,8 Prozent). Aus Ländern außerhalb der Währungsunion wurde hingegen 3,8 Prozent weniger nachgefragt. Unter dem Strich wurde aus dem Ausland so 1,2 Prozent mehr bei Unternehmen in Deutschland bestellt.

"Während der gewichtige Bereich Kfz/Kfz-Teile 3,0 Prozent weniger Ordereingänge verbuchte, verzeichnete der ebenfalls gewichtige Maschinenbau ein Plus von 3,5 Prozent", präzisierte das Bundeswirtschaftsministerium. Besonders viele zusätzliche Aufträge verbuchten demnach die Hersteller elektrischer Ausrüstung (34,2 Prozent). Auch Branchen wie EDV/Optik und Metallverarbeitung und -erzeugung meldeten merkliche Steigerungen. Klar rückläufig war die Nachfrage laut Ministerium hingegen in den Bereichen sonstige Fahrzeuge und chemische und pharmazeutische Erzeugnisse.

Im Jahresvergleich sank der Auftragseingang über das Jahr 2022 fast jeden Monat, wie das Statistikamt weiter ausführte. Im Dezember lag er 10,1 Prozent unter dem Stand von einem Jahr zuvor. Dies sei jedoch vor allem auf den starken Anstieg im Jahr 2021 "aufgrund von Corona-Nachholeffekten" zurückzuführen. "In der Summe befindet sich der Auftragseingang aktuell damit leicht über dem Vor-Corona-Niveau."

"Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe hat sich zum Jahresende 2022 wieder etwas stabilisiert", fasste das Wirtschaftsministerium zusammen. Dies sowie die Verbesserung des Geschäftsklimas in den vergangenen Monaten deuteten darauf hin, "dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfallen dürfte".

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Textgröße ändern: