Pallade Veneta - Reallöhne sinken 2022 wegen hoher Inflation um 4,1 Prozent

Reallöhne sinken 2022 wegen hoher Inflation um 4,1 Prozent


Reallöhne sinken 2022 wegen hoher Inflation um 4,1 Prozent
Reallöhne sinken 2022 wegen hoher Inflation um 4,1 Prozent / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die hohe Inflation hat die Reallöhne in Deutschland stark schrumpfen lassen. Sie gingen im Jahr 2022 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Das sei der stärkste Reallohnverlust für Beschäftigte seit Beginn der Zeitreihe 2008.

Textgröße ändern:

Nominal stiegen die Löhne im vergangenen Jahr stark, nämlich um 3,4 Prozent, wie die Statistiker ausführten. Das war der höchste Anstieg seit 2008. Doch die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 7,9 Prozent und machten diesen Zuwachs zunichte.

Der Reallohnverlust im vergangenen Jahr war bereits der dritte in Folge, wie die Statistiker weiter mitteilten. Im ersten Coronajahr 2020 führte demnach insbesondere der vermehrte Einsatz von Kurzarbeit zur negativen Entwicklung von Nominal- und Reallöhnen. 2021 und "besonders 2022" zehrte dann die hohe Inflation das Lohnwachstum auf.

Die Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen. Detaillierte und endgültige Ergebnisse will das Statistikamt voraussichtlich Anfang März veröffentlichen.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Textgröße ändern: