Pallade Veneta - Banken-Index: Immobilienpreise fallen leicht - bleiben aber auf hohem Niveau

Banken-Index: Immobilienpreise fallen leicht - bleiben aber auf hohem Niveau


Banken-Index: Immobilienpreise fallen leicht - bleiben aber auf hohem Niveau
Banken-Index: Immobilienpreise fallen leicht - bleiben aber auf hohem Niveau / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Immobilienpreise in Deutschland fallen leicht - bleiben aber auf hohem Niveau. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) veröffentlichte am Freitag seinen vierteljährlichen Immobilienpreisindex, wonach die Preise für Wohn- und Gewerbegebäude im letzten Quartal 2022 gegenüber dem Vorquartal durchgängig sanken. VDP-Geschäftsführer Jens Tolckmitt erwartet auch in den nächsten Quartalen Preisrückgänge. Er sieht eine "Preiskorrekturphase".

Textgröße ändern:

Die vielen Krisen des Jahres 2022 hätten am Jahresende auch Spuren auf dem Immobilienmarkt hinterlassen, erläuterte Tolckmitt. Doch "selbst wenn die Preise über einen längeren Zeitraum in Summe um 15 Prozent nachgeben sollten, stünden wir gemessen an der Entwicklung des Gesamtindex auf dem Preisniveau von Anfang 2020".

Laut dem VDP-Immobilienpreisindex gingen die Preise für Wohnimmobilien vom dritten zum vierten Quartal 2022 um 1,8 Prozent zurück, die Preise für Wohnimmobilien in den sieben größten Städten des Landes um 2,0 Prozent. Bei den Büro- und Einzelhandelsimmobilien betrug der Rückgang demnach 2,9 Prozent.

Bei den steigenden Mieten deutet sich laut Tolckmitt aber keine Trendumkehr an - im Gegenteil: Denn die Neubautätigkeit liege weiterhin weit hinter dem Bedarf zurück. "Die Nachfrage nach Wohnraum trifft nach wie vor auf ein viel zu geringes Angebot, so dass die Mieten weiter steigen."

Der VDP nutzt für seinen Index die Transaktionsdaten von über 700 Kreditinstituten in Deutschland: tatsächlich realisierte Kaufpreise und Mieten im Immobilienfinanzierungsgeschäft.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Textgröße ändern: