Pallade Veneta - Frankreich verlängert Frist zur Beantragung von Tankschecks in Höhe von 100 Euro

Frankreich verlängert Frist zur Beantragung von Tankschecks in Höhe von 100 Euro


Frankreich verlängert Frist zur Beantragung von Tankschecks in Höhe von 100 Euro
Frankreich verlängert Frist zur Beantragung von Tankschecks in Höhe von 100 Euro / Foto: GUILLAUME SOUVANT - AFP/Archiv

Frankreich verlängert die Frist für die Beantragung eines Tankschecks in Höhe von 100 Euro für einkommensschwache Haushalte bis Ende März. "Alle die, die Anrecht darauf haben, sollen es auch nutzen können", sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag dem Sender RTL. Bislang habe nur etwa die Hälfte der insgesamt zehn Millionen berechtigten Haushalte die Prämie beantragt.

Textgröße ändern:

"Es ist eine Entschädigung für diejenigen, die arbeiten, und ich denke, das das gerecht ist", sagte der Minister. Die Regierung hatte den Tankscheck im Januar eingeführt. Er löste einen staatlichen Tankrabatt für alle an der Tankstelle ab. Die Hilfe nach dem Rasenmäherprinzip war kritisiert worden, da sie Besitzer großer und besonders umweltschädlicher Autos bevorteilte.

Den Tankscheck in Höhe von 100 Euro können Besitzer von Autos, Motorrädern und Motorrollern beantragen, die ein Jahresgehalt von weniger als 14.700 Euro haben. Französinnen und Franzosen müssen dafür ihre Steuernummer und ihr Nummernschild angeben und erklären, dass sie das Auto für Fahrten zur Arbeit nutzen. Die 100 Euro werden einmal für das gesamte Jahr ausgezahlt. Der Staat will eine Milliarde Euro dafür bereitstellen.

Le Maire mahnte zudem das Unternehmen TotalEnergies, einen in Aussicht gestellten Tankrabatt demnächst umzusetzen. "Es wäre gut, Versprechen zu halten", sagte er an die Adresse von Patrick Pouyanné, dessen Unternehmen 2022 einen Rekordgewinn von 20,5 Milliarden Dollar (19,1 Milliarden Euro) eingefahren hatte.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Steinmeier vor Besuch in Frankreich: Internationale Entwicklung macht uns Sorge

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor seinem Abflug zu einem Staatsbesuch in Frankreich auf die "schwierigen Zeiten" verwiesen, in denen sich Europa befinde. "Die internationale Entwicklung macht uns Sorge", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin. Nicht nur sei der Krieg nach Europa zurückgekehrt, auch seien die internationalen Handelsbeziehungen gestört und die Gesellschaften polarisiert. Dies betreffe Frankreich genauso wie Deutschland.

Trotz Handelshürden: Globalisierung erreicht laut Studie dank KI-Boom Rekordwert

Ungeachtet höherer Zölle und geopolitischer Konflikte ist der Welthandel einer Auswertung zufolge zuletzt gewachsen und dürfte auch in den kommenden Jahren weiter zulegen. Starken Schwung verleihe dem internationalen Handel das "globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz", teilten der Logistikriese DHL und die New Yorker Stern School of Business am Mittwoch mit. Die Globalisierung erreichte demnach bereits im vergangenen Jahr einen neuen Rekordwert.

Raffineriemargen von Shell erreichen Rekordhoch

Der britische Energieriese Shell profitiert derzeit von deutlich höheren Raffineriemargen. Im dritten Quartal wuchs die Spanne um 75 Prozent zum Vorquartal, wie Shell am Mittwoch mitteilte. Die Differenz zwischen dem Rohölpreis und den daraus in den Raffinerien gewonnenen Kraftstoffen stieg demnach auf 42 Dollar je Barrel (159 Liter); im zweiten Quartal hatte die Marge noch 24 Dollar betragen.

Tankrabatt kommt größtenteils bei Autofahrern an - Spritpreise deutlich gesunken

Der seit dem 1. Oktober geltende Tankrabatt kommt nach Einschätzung von Experten des Ifo-Instituts sowie des ADAC nicht komplett, aber größtenteils bei den Autofahrern an. "Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben", erklärte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, am Mittwoch. Beim Superbenzin E5 seien es durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent gewesen.

Textgröße ändern: