Pallade Veneta - IfW Kiel erwartet Anstieg der Konjunktur in diesem Jahr um 0,5 Prozent

IfW Kiel erwartet Anstieg der Konjunktur in diesem Jahr um 0,5 Prozent


IfW Kiel erwartet Anstieg der Konjunktur in diesem Jahr um 0,5 Prozent
IfW Kiel erwartet Anstieg der Konjunktur in diesem Jahr um 0,5 Prozent / Foto: David GANNON - AFP

Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) blickt optimistischer auf die deutsche Konjunktur in diesem Jahr als noch vor wenigen Monaten. Das Institut rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,5 Prozent, nachdem es Mitte Dezember noch von 0,3 Prozent ausgegangen war. Für das kommende Jahr erwarten die Forscher ein Plus von 1,4 Prozent.

Textgröße ändern:

Die konjunkturellen Aussichten hätten sich zuletzt "etwas aufgehellt" und die deutsche Wirtschaft "müht sich aus der Energiekrise", hieß es. Gleichwohl bleibe die Aufwärtsdynamik "verhalten". "Die zuletzt deutlich rückläufigen Gaspreise stimulieren die Konjunktur hierzulande zunächst nur wenig", erklärte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. Sie entlasteten vor allem den Staatshaushalt, der nun mit weniger Subventionen im Rahmen der Energiepreisbremsen einspringen müsse.

Der Preisauftrieb werde zudem weiterhin hoch bleiben. So rechnet das IfW Kiel in diesem Jahr mit einer Inflation von 5,4 Prozent, im kommenden Jahr könnte sie dann zwei Prozent betragen. Wichtig sei daher ein "entschlossenes Gegensteuern der Geldpolitik", forderte Kooths.

Das Münchner Ifo-Institut blieb bei seiner leicht pessimistischeren Sicht und erwartet für dieses Jahr eine weitgehende Stagnation der deutschen Wirtschaft (minus 0,1 Prozent). Das Institut geht davon aus, dass die Wirtschaft in den verbrauchernahen Branchen angesichts der hohen Inflation "leidet und schrumpft", die Industriekonjunktur jedoch das Wachstum stützen werde. Für 2024 geht das Institut von einem Wachstum von 1,7 Prozent aus.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: