Pallade Veneta - Tarifverhandlungen für westdeutsche Textilindustrie ergebnislos vertagt

Tarifverhandlungen für westdeutsche Textilindustrie ergebnislos vertagt


Tarifverhandlungen für westdeutsche Textilindustrie ergebnislos vertagt
Tarifverhandlungen für westdeutsche Textilindustrie ergebnislos vertagt / Foto: Christof STACHE - AFP

In der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie sind die Tarifverhandlungen für die rund 100.000 Beschäftigten am Mittwochabend ergebnislos vertagt worden. Das teilte die Arbeitgeberseite mit.

Textgröße ändern:

Die zuständige Industriegewerkschaft Metall fordert eine Lohnerhöhung um acht Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr. Die Arbeitgeber haben eine Inflationsausgleichsprämie von 1500 Euro angeboten sowie Lohnerhöhungen um 3,25 Prozent ab November und weitere 2,25 Prozent ab Oktober 2024.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Markus Simon, kritisierte, die IG Metall habe keinen Abschluss gewollt. Das Angebot bedeute für untere Lohngruppen Einkommensverbesserungen von über zehn Prozent, betonte er. Die Tarifverhandlungen sollen nun am 31. März fortgesetzt werden.

Simon verwies auf die "äußerst angespannte Lage" in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. "Die angekündigte Schließung von 52 Galeria Karstadt Kaufhof-Filialen sowie die Insolvenz von Peek&Cloppenburg setzen die Hersteller von Bekleidung zusätzlich unter Druck", erklärte er. Die Produzenten technischer Textilien erlebten einen "nie dagewesenen Kostendruck bei Energie und Rohstoffen" und stünden vor der Situation, in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren zu können.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Igel oder Eule statt Churchill: Neue Pfund-Scheine zeigen künftig Tiermotive

Neue Geldscheine für das britische Pfund sollen künftig Igel, Eulen und andere Tiere zeigen - anstelle von Winston Churchill, Jane Austen und anderen britischen Persönlichkeiten. Der Papageientaucher, die Schleiereule, die Dunkle Erdhummel und der Braunbrustigel seien bei einer Umfrage ausgewählt worden, an der 500.000 Britinnen und Briten teilgenommen hätten, erklärte die Bank of England (BoE) am Donnerstag.

Verbände fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

Ein Zusammenschluss aus Markenherstellern, Handel und Verbraucherschützern fordert schärfere EU-Regeln für Produkte von außerhalb der Europäischen Union. "Wer Produkte in Europa verkauft, muss auch in Europa rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können", erklärten Markenverband, Handelsverband Deutschland (HDE) und Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Donnerstag. Sie forderten die Bundesregierung dazu auf, sich dafür beim geplanten Gesetzespaket European Product Act der EU einzusetzen.

Deutsche Exporte im August leicht gesunken - Anstieg im Vergleich zum Vorjahr

Deutschlands Exporte sind im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken: Sie gingen um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum August 2025 legten die Ausfuhren damit aber um 6,2 Prozent zu. Deutschlands Exporte sind ein Grund für das Wirtschaftswachstum dieses Jahr - die Forschungsinstitute erwarten ein Plus von 1,3 Prozent.

Leitende Informatikerin für Apollo-Programm der Nasa: Margaret Hamilton mit 90 Jahren gestorben

Sie war entscheidend am Apollo-Mondprogramm der Nasa beteiligt und galt als eine Pionierin der Informatik: Nun ist die US-Wissenschaftlerin Margaret Hamilton im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie starb bereits am 30. September, wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), an dem sie lange forschte, am Mittwoch mitteilte. Der Chef des US-Raumfahrtbehörde Nasa, Jared Isaacmen, bezeichnete Hamilton im Onlinedienst X als "eine Pionierin, deren Arbeit dazu beitrug, Apollo und die ersten Reisen der Menschheit zum Mond zu ermöglichen".

Textgröße ändern: