Pallade Veneta - Harte Sanktionen gegen Wirtschaftsprüfer EY wegen Wirecard-Skandal

Harte Sanktionen gegen Wirtschaftsprüfer EY wegen Wirecard-Skandal


Harte Sanktionen gegen Wirtschaftsprüfer EY wegen Wirecard-Skandal
Harte Sanktionen gegen Wirtschaftsprüfer EY wegen Wirecard-Skandal / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die Abschlussprüfungsaufsicht (Apas) hat harte Sanktionen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY wegen ihrer Rolle im Wirecard-Skandal verhängt. EY muss 500.000 Euro Strafe zahlen und darf zwei Jahre lang keine gesetzlichen Abschlussprüfungen bei "Unternehmen von öffentlichem Interesse" abnehmen, wie die Apas am Montag mitteilte. Die Wirtschaftsprüfer hätten bei der Prüfung der Wirecard-Abschlüsse in den Jahren 2016 bis 2018 ihre Berufspflichten verletzt.

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Die Wirecard-Insolvenz 2020 ist einer der größten Wirtschaftsskandale der Bundesrepublik. Die Chefetage des Münchener Unternehmens soll über Jahre Scheingeschäfte in Milliardenhöhe verbucht haben. In München läuft deshalb ein Strafprozess gegen den früheren Unternehmenschef Markus Braun. EY war über ein Jahrzehnt lang Wirtschaftsprüfer von Wirecard und zeichnete die Abschlüsse auch noch ab, als sich bereits Medienberichte über Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung häuften.

EY erklärte am Montag auf Anfrage, von der Apas über den Abschluss der Untersuchung informiert worden zu sein, kenne aber die Details der Entscheidungen noch nicht. "Wir werden diese sorgfältig prüfen, sobald sie finalisiert und uns zugestellt wurden."

Mit Blick auf den Wirecard-Skandal zeigte sich das Unternehmen geläutert: "Wir bedauern, dass der kollusive Betrug bei Wirecard nicht früher aufgedeckt wurde, und wir haben wichtige Lehren aus dem Fall gezogen." Kollusiv bedeutet das unerlaubte Zusammenwirken mehrerer Beteiligter. EY Deutschland sei heute "ein anderes Unternehmen". Seit 2020 seien "umfassende Maßnahmen" ergriffen worden, "um die Prüfungsqualität und das Risikomanagement zu stärken".

Z.Ottaviano--PV

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