Pallade Veneta - Klimaaktivisten und Regierung erhöhen Druck auf Total bei Abkehr von Fossilen

Klimaaktivisten und Regierung erhöhen Druck auf Total bei Abkehr von Fossilen


Klimaaktivisten und Regierung erhöhen Druck auf Total bei Abkehr von Fossilen
Klimaaktivisten und Regierung erhöhen Druck auf Total bei Abkehr von Fossilen / Foto: Geoffroy Van der Hasselt - AFP

Klimaaktivisten und auch die Regierung haben am Freitag den Druck auf den französischen Energiekonzern TotalEnergies erhöht, sich rascher von fossilen Energien abzuwenden. In Paris ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstrierende vor, die versuchten, die Hauptversammlung des Konzerns zu blockieren - sie konnte dann aber unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen starten. Die Regierung nahm den Konzern in die Pflicht, schneller als bisher auf Erneuerbare zu setzen.

Textgröße ändern:

Dutzende Protestierende waren schon im Morgengrauen zum Veranstaltungsort der Aktionärsversammlung des Konzerns gezogen und wollten auch in das schon seit dem Vortag bewachte und gesicherte Gebäude eindringen. Hunderte weitere Aktivistinnen und Aktivisten kamen später hinzu und protestierten gegen den Beitrag des Energiekonzerns zur Erderwärmung. "Ein, zwei und drei Grad, dafür haben wir Total zu danken", riefen sie. Einige übergossen sich mit Öl.

Der Protest wurde gemeinsam von einer Reihe von Organisationen veranstaltet, darunter Greenpeace, Attac und Extinction Rebellion. "Wir werden sie nicht davonkommen lassen", sagte eine Demonstrantin - sie macht den Konzern für die Ausbeutung der Natur verantwortlich.

Die Polizei trug einige Aktivisten weg und setzte schließlich Tränengas ein, um die Demonstrierenden auseinanderzutreiben und an der Blockade des Veranstaltungsorts zu hindern. Es gab mindestens vier Festnahmen. Die Beamten geleiteten auch die eintreffenden Aktionäre zum Ort der Veranstaltung. "Mörder! Kriminelle!", riefen einige Aktivisten ihnen entgegen.

Die Hauptversammlung startete dann wie geplant am Vormittag in der französischen Hauptstadt. Teilnehmende und Medienleute durften im Inneren aber ihre Smartphones nicht benutzen. Konzernchef Patrick Pouyanné äußerte sein "Bedauern" über die Umstände des Treffens. Im vergangenen Jahr hatten Protestierende einige Aktionäre an der Teilnahme der Generalversammlung gehindert, das wollte Total diesmal unbedingt vermeiden.

Zuletzt hatten Aktivisten mehrfach versucht, Hauptversammlungen großer Energiekonzerne zu stören, darunter von BP, Shell, ExxonMobil und Chevron - sie alle erzielten wegen der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs Milliardengewinne. Umweltschützer machen die Konzerne wegen ihres Festhaltens an fossiler Energie zu einem großen Teil für die Folgen des Klimawandels verantwortlich.

Und auch die französische Regierung verschärfte am Freitag den Ton. Energieministerin Agnès Pannier-Runacher forderte den Konzern auf, sich für die Erneuerbaren "ins Zeug zu legen". Total investiere zwar in erneuerbare Energien, das müsse allerdings "schneller und stärker" passieren, sagte sie dem Radiosender FranceInfo. Fossile Rohstoffe wie Öl und Gas hätten "keine Zukunft".

Total selbst wies die Kritik zuletzt zurück. Konzernchef Pouyanné sagte erst am Mittwoch der Zeitung "La Croix", es gehe auch darum, die wachsende Nachfrage nach Energie aus den Entwicklungsländern zu stillen. Total könne "nicht einseitig die Nachfrage nach Öl senken".

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Tourismus: Neuer Rekord bei Übernachtungen in deutschen Betrieben

Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben in den ersten acht Monaten des Jahres so viele Übernachtungen von Gästen verbucht wie nie. In Summe waren es von Januar bis August 340,8 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 0,5 Prozent. Den bisherigen Rekordwert von 2024 überstieg der Wert um 0,4 Prozent.

Bundestag gibt grünes Licht für neue Bahnstrecke Hamburg-Hannover

Der Bundestag hat grünes Licht für den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover gegeben. Der Bundestag stimmte am Mittwochabend für eine entsprechende Beschlussempfehlung. Dieser Schritt ist die Voraussetzung dafür, dass die Deutsche Bahn das Projekt weiter planen kann.

Prien: Frühkindliche Bildung entscheidend für Schulerfolg - Gesetz im Bundestag

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hat die hohe Bedeutung der frühkindlichen Bildung für einen späteren Erfolg in der Schule betont. Dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler immer weiter absinken und immer weniger Kinder die Mindeststandards erreichen, "hat eben seinen Grund in den frühkindlichen Jahren", sagte sie am Freitagmorgen im Bayerischen Rundfunk. "Da sind Familien gefordert, aber eben vor allem auch die Kita."

Ethikbehörde: Trump-Trust investiert massiv in Meta und SpaceX

US-Präsident Donald Trump und seine Familie haben massiv in die Technologiekonzerne Meta und SpaceX investiert. Der Treuhandfonds, der Trumps Vermögenswerte verwaltet, habe im August Aktien der Instagram-Mutter Meta im Wert von bis zu 25 Millionen Dollar (gut 22 Millionen Euro) gekauft, teilte die US-Ethikbehörde (Office of Government Ethics, OGE) am Donnerstag mit. Dazu kämen Unternehmensanleihen des Raumfahrtunternehmens Space X im Wert von bis zu fünf Millionen Dollar.

Textgröße ändern: