Pallade Veneta - Stiftung Warentest: Antrag auf Frührente zahlt sich aus

Stiftung Warentest: Antrag auf Frührente zahlt sich aus


Stiftung Warentest: Antrag auf Frührente zahlt sich aus
Stiftung Warentest: Antrag auf Frührente zahlt sich aus / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Ein Antrag auf Frührente kann sich in vielen Fällen finanziell auszahlen. Die Stiftung Warentest hat in zwei Modellfällen berechnet, wie sich eine beantragte Frührente plus Job auf das Einkommen auswirken kann, teilte sie am Mittwoch mit. Das Ergebnis: Bis zur Regelaltersgrenze warten lohne sich eher nicht.

Textgröße ändern:

Seit Anfang dieses Jahres können Menschen, die vorzeitig in Rente gehen, unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass ihnen die Rente gekürzt wird. So solle der Übergang von Erwerbstätigkeit in den Ruhestand flexibler gestalten werden können, erklärte das Bundesarbeitsministerium.

Das Verbrauchermagazin "Finanztest" nennt dies in seiner Juli-Ausgabe eine "kleine Rentenrevolution": "Wer auf 45 Versicherungsjahre kommt und das Mindestalter für die Frührente erreicht hat, sollte immer Frührente beantragen", stellt das Magazin fest. Das insgesamt verfügbare Einkommen sei so deutlich höher.

Aber auch nach 35 Versicherungsjahren könne sich die Frührente lohnen, selbst wenn die Versicherten gerne weiterarbeiten möchten. Zwar gebe es in diesem Fall Abschläge, diese könnten in Summe allerdings niedriger sein "als der Einkommensbooster", also das weiter gezahlte Gehalt plus die bereits erhaltene Rente, zu Beginn des Renteneintritts. Die Modellrechnung der Finanztest-Experten ergibt, dass der Vorteil erst nach 27 Jahren, im Alter von 90 Jahren, aufgebraucht wäre.

Dennoch sei immer eine persönliche Beratung sinnvoll, auch weil die Modellrechnungen keine allgemeingültigen Aussagen zuließen. "In bestimmten Fällen kann sogar ein Teilzeitjob von 50 Prozent plus Frührente ähnlich attraktiv sein wie das Arbeiten in Vollzeit bis zur Regelaltersgrenze", erklären die Experten.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Selenskyj: "Erhebliche Schäden" am Stromnetz der Ukraine durch russische Angriffe

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen.

Textgröße ändern: