Pallade Veneta - Inflation in Großbritannien lässt nicht nach

Inflation in Großbritannien lässt nicht nach


Inflation in Großbritannien lässt nicht nach
Inflation in Großbritannien lässt nicht nach / Foto: Daniel LEAL - AFP

Die Verbraucherpreise in Großbritannien verteuern sich weiterhin nahezu ungebremst. Die Inflation im Mai lag wie bereits im April bei 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt ONS am Mittwoch auf Twitter mitteilte. Die Zahlen machen eine erneute Leitzinserhöhung der Bank of England am Donnerstag wahrscheinlich, wobei die steigenden Zinsen die Krise der hohen Lebenshaltungskosten im Land weiter anheizen.

Textgröße ändern:

Großbritannien verzeichnet seit Monaten die höchste Teuerungsrate der G7-Staaten. Premierminister Rishi Sunak hat es zur Priorität erklärt, die Inflation herunter zu bringen. Analysten hatten für Mai dann auch einen leichten Rückgang der Rate auf 8,4 Prozent erwartet, was sich jedoch nicht bestätigte. Stattdessen stieg insbesondere die Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne Lebensmittel und Energiekosten, auf 7,1 Prozent.

"Diese Zahlen weisen darauf hin, dass der Inflationsdruck im Vereinigten Königreich nicht unter Kontrolle ist und weitere Zinserhöhungen erforderlich sind, die die britischen Haushalte weiter belasten werden", sagte Ipek Ozkardeskaya, Senior Analystin bei Swissquote Bank. Die Zentralbank hatte die Leitzinsen bereits auf ein 15-Jahreshoch von 4,5 Prozent angehoben. Am Donnerstag dürfte nun der nächste Schritt folgen.

"Trotz einer leichten Abschwächung der Lebensmittelpreisinflation bleibt die Gesamtinflation auf hohem Niveau", sagte Yael Selfin, Chefvolkswirtin bei KPMG. "Noch besorgniserregender für die Bank of England ist die Tatsache, dass die starke Kerninflation darauf hindeutet, dass die Unternehmen die steigenden Kosten aufgrund höherer Lohnkosten an die Verbraucher weitergeben könnten." Großbritannien wird seit Monaten von einer bis dato ungesehenen Streikwelle für höhere Löhne erfasst.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Polizei am Rande einer Demo in Brüssel

Nach tagelangen Schülerprotesten in belgischen Städten ist es am Rande einer Demonstration gegen Sparmaßnahmen in Brüssel zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Polizei erklärte am Freitag, sie sei von zum Teil maskierten Jugendlichen mit Stöcken und Flaschen angegriffen worden und habe daraufhin Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt. Demnach handelte es sich um "mehrere hunderte Jugendliche", die sich den Demonstranten angeschlossen hätten.

Selenskyj: "Erhebliche Schäden" am Stromnetz der Ukraine durch russische Angriffe

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit "erhebliche Schäden" am Stromnetz verursacht. Reparaturarbeiten liefen "Tag und Nacht", erklärte Selenskyj am Freitag in Onlinediensten. Betroffen sei auch die Stromversorgung von Verkehrsunternehmen.

Textgröße ändern: