Pallade Veneta - Bundesfamilienministerium warnt vor zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft

Bundesfamilienministerium warnt vor zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft


Bundesfamilienministerium warnt vor zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft
Bundesfamilienministerium warnt vor zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft / Foto: Christof STACHE - AFP

Die Bundesregierung warnt vor zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft und will dagegen vorgehen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag unter Berufung auf ein Strategiepapier des Bundesfamilienministeriums, das zur Ressortabstimmung an die anderen Ministerien weitergeleitet worden ist. Einsamkeit könne, insbesondere wenn sie chronisch werde oder über einen längeren Zeitraum andauere, "vielfältige negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit von Menschen sowie auf die soziale Teilhabe und damit auf das gesellschaftliche Miteinander haben", heißt es in dem Papier.

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Im Jahr 2017 fühlten sich demnach 14,2 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest manchmal einsam. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten dann zu einem erheblichen Anstieg der Anzahl der Betroffenen geführt.

So hätten zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns im März 2020 40,1 Prozent der in Deutschland lebenden Personen angegeben, sich zumindest manchmal einsam zu fühlen. Im Jahr 2021 zum Zeitpunkt des zweiten Lockdowns sei diese Zahl sogar auf 42,3 Prozent angestiegen. Dagegen will das Bundesfamilienministerium nun unter anderem durch eine konkrete Ansprache der Betroffenen vorgehen.

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) sagte dem RND, in Zeiten großer Herausforderungen hätten es einsame Menschen besonders schwer. "Während ihr Umfeld mit eigenen Problemen beschäftigt ist, benötigen auch oder gerade sie Zuhörer oder eine helfende Hand", betonte Paus.

Einsamkeit habe viele Gesichter und sei längst keine Frage des Alters mehr. "Immer mehr junge Menschen fürchten Vereinsamung oder fühlen sich bereits allein", sagte die Ministerin. "Wir sollten alle gemeinsam aufmerksam sein und uns überall da, wo möglich, um unsere Mitmenschen kümmern", appellierte sie.

"Wenn wir der wachsenden Einsamkeit nichts entgegensetzen und den Rückzug vieler Menschen in Kauf nehmen, dann gefährdet das den gesellschaftlichen Zusammenhalt", gab Paus zu bedenken.

D.Vanacore--PV

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