Pallade Veneta - Chinesische Tech-Konzerne Ant Group und Tencent zu hohen Strafen verdonnert

Chinesische Tech-Konzerne Ant Group und Tencent zu hohen Strafen verdonnert


Chinesische Tech-Konzerne Ant Group und Tencent zu hohen Strafen verdonnert
Chinesische Tech-Konzerne Ant Group und Tencent zu hohen Strafen verdonnert / Foto: Greg Baker - AFP

In China sind zwei große Zahlungsdienstleister zu hohen Strafzahlungen verdonnert worden. Die Ant Group, Mutterkonzern des Zahlungsdienstleisters Alipay, soll wegen "illegaler Handlungen" umgerechnet mehr als 900 Millionen Euro zahlen, wie die Börsenaufsicht am Freitag mitteilte. Tencent, Mutterkonzern von Zahlungsdienstleistern wie WeChat Pay oder Tenpay, muss demnach umgerechnet knapp 380 Millionen Euro zahlen.

Textgröße ändern:

Die chinesische Regierung hat schon seit 2020 die gesamte Tech-Branche mit immer neuen Regeln, Strafzahlungen und auch Einschüchterungen enger an die Leine gelegt. Die Ant Group, der Finanzarm von Alibaba, war Ende 2020 das erste große Onlineunternehmen, gegen das die Behörden vorgingen, indem sie kurzfristig den geplanten Börsengang untersagten.

Alibaba-Gründer Jack Ma hatte zuvor öffentlich die Finanzregulierungsbehörden kritisiert. Der Konzern Alibaba wurde einen Monat später wegen Behinderung des Wettbewerbs zu umgerechnet 2,3 Milliarden Euro Strafe verurteilt.

Der Zahlungsdienstleister Alipay ist mit hunderten Millionen Kundinnen und Kunden vor allem in China der größte Online-Zahlungsdienstleister weltweit. Das Unternehmen bot schrittweise immer mehr Leistungen wie etwa Kredite und Versicherungen an, nicht nur für Privatleute, sondern auch für kleine Unternehmen, die es bei den staatlichen Banken in China schwer haben. Die Regierung will aber die private Verschuldung begrenzen und die Kontrolle über die Kreditvergabe behalten.

Der Aktienkurs von Alibaba stieg am Freitag nach Bekanntwerden der Millionenstrafe: Die Anleger erwarten, dass die Behörden nach der Zahlung nun Ruhe geben werden. Die Ant Group erklärte, sie akzeptiere die Strafzahlung.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Textgröße ändern: