Pallade Veneta - Europäer sollen über Design der neuen Euro-Banknoten mitentscheiden

Europäer sollen über Design der neuen Euro-Banknoten mitentscheiden


Europäer sollen über Design der neuen Euro-Banknoten mitentscheiden
Europäer sollen über Design der neuen Euro-Banknoten mitentscheiden / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union sollen an der Gestaltung der neuen Euro-Banknoten beteiligt werden. Dazu startete die Europäische Zentralbank (EZB) eine Online-Umfrage mit verschiedenen Vorschlägen, wie sie am Montag in Frankfurt mitteilte. Ziel davon sei, "dass die Menschen in Europa sich mit dem Design der Euro-Banknoten identifizieren können", erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Textgröße ändern:

Noch bis zum 31. August kann zwischen sieben unterschiedlichen Themen für die neuen Scheine gewählt werden, darunter europäische Kultur, Vögel als Zeichen der europäischen Freiheit und der Mobilität, Flüsse oder Hände. Gleichzeitig habe die EZB ein Forschungsinstitut damit beauftragt, einer repräsentativen Gruppe dieselben Fragen zu stellen wie in der Online-Umfrage. Die Ergebnisse der Themenauswahl sollen im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Anschließend soll ein Designwettbewerb folgen, bevor die Bürgerinnen und Bürger in Europa ein weiteres Mal nach ihrer Meinung gefragt werden. Die Entscheidung, wie die zukünftigen Scheine aussehen und wann sie produziert werden können, soll laut EZB-Angaben dann im Jahr 2026 fallen.

Die EZB erhofft sich nach der Verschönerung eine höhere Identifizierung, insbesondere jüngerer Europäerinnen und Europäer mit ihrer Währung. Das ursprüngliche Design besteht vordergründig aus symbolischen Darstellungen europäischer Architektur - auch um politische Spannungen zu verhindern und nationalen Rivalitäten vorzubeugen.

Die neuen Notenbanken werden ebenfalls nötig, um Fälschungen zu verhindern. Außerdem sollen die Geldscheine umweltfreundlicher werden, wie die EZB ausführte. "Wir halten am Bargeld und an der Prämisse fest, dass immer mit Zentralbankgeld bezahlt werden kann", erklärte EZB-Direktoriumsmitglied Fabio Panetta dazu.

EZB-Chefin Lagarde selbst hatte im vergangenen Jahr gesagt, sie könne sich "sehr gut vorstellen, auf den Banknoten Gesichter berühmter Europäer zu zeigen: Leonardo da Vinci, Ludwig van Beethoven oder James Joyce".

C.Grillo--PV

Empfohlen

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Textgröße ändern: