Pallade Veneta - Frankreichs Regierung wegen Rückgriffs auf externe Berater in der Kritik

Frankreichs Regierung wegen Rückgriffs auf externe Berater in der Kritik


Frankreichs Regierung wegen Rückgriffs auf externe Berater in der Kritik
Frankreichs Regierung wegen Rückgriffs auf externe Berater in der Kritik / Foto: Lionel BONAVENTURE - AFP/Archiv

Die französische Regierung soll sich mehr auf ihre eigenen Beamten und weniger auf externe Berater verlassen - diese Forderung erhebt der französische Rechnungshof in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Der Einfluss privater Beraterfirmen, der bis in die Entscheidungsfindung hineinreiche, sei "unangemessen", heißt es in dem Bericht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil die Regierung ihre Ausgaben für externe Berater zwischen 2018 und 2021 auf etwa eine Milliarde Euro verdoppelt hatte.

Textgröße ändern:

Im Oktober 2022 leitete die Justiz Vorermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Wahlkampffinanzierung bei Macrons Kampagne 2017 ein. Geprüft wird der Verdacht, ob die Beraterfirma McKinsey Macron damals unentgeltlich unterstützt habe. Macron ist wegen der Immunität des Amtes vor juristischen Verfahren geschützt, er könnte allenfalls nach Ende seiner Amtszeit 2027 dazu befragt werden.

Der Rechnungshof forderte die Regierung nun auf, "wann immer es möglich ist" auf die Expertise der eigenen Mitarbeiter zurückzugreifen und die Regeln für den Einsatz von Beraterfirmen neu zu fassen. Diese dürften nicht "die einfache Lösung" sein.

Im Jahr 2021 hatte die Regierung 234 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben, 2022 waren es noch 200 Millionen Euro. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausgaben für externe Berater im laufenden Jahr um 35 Prozent im Vergleich zu 2021 zu reduzieren.

Der Senat hatte im vergangenen Jahr ein Gesetz auf den Weg gebracht, um den Einsatz von Beraterfirmen neu zu regeln. Dieses muss aber noch in der Nationalversammlung debattiert werden.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Textgröße ändern: