Pallade Veneta - Russische Zentralbank hebt erstmals seit Ende Februar 2021 Leitzins an

Russische Zentralbank hebt erstmals seit Ende Februar 2021 Leitzins an


Russische Zentralbank hebt erstmals seit Ende Februar 2021 Leitzins an
Russische Zentralbank hebt erstmals seit Ende Februar 2021 Leitzins an / Foto: Alexander NEMENOV - AFP

Die russische Zentralbank hat erstmals seit Ende Februar vergangenen Jahres die Leitzinsen erhöht. "Die Inflationserwartungen sind gestiegen", begründete die Notenbank am Freitag ihre Anhebung des Satzes um einen Prozentpunkt auf 8,5 Prozent. "Trends bei der Binnennachfrage und die Abwertung des Rubels seit Anfang 2023" verstärkten die Gefahr steigender Preise "erheblich", fügte sie hinzu.

Textgröße ändern:

Die Notenbank halte dennoch an ihrem Ziel fest, die Inflation bis 2024 auf vier Prozent zu begrenzen. Im Juni lag die Teuerungsrate nach offiziellen Angaben bei 3,25 Prozent. Nach aktuellen Prognosen der Zentralbank könnte sie bis Ende des Jahres auf fünf bis 6,5 Prozent steigen. Im vergangenen Frühjahr hatte sie infolge des Beginns des Militäreinsatzes in der Ukraine ihren Höhepunkt von 17,8 Prozent erreicht.

Die russische Notenbank hatte den Leitzinssatz mit Verhängung der ersten internationalen Sanktionen auf 20 Prozent hochgeschraubt. Die russische Wirtschaft zeigte sich dann jedoch verhältnismäßig widerstandsfähig. Mit Abflauen der Inflation senkte die Bank schrittweise die Zinsen und beließ sie ab September 2022 bei 7,5 Prozent.

In den vergangenen Wochen hatte der Rubel jedoch stark an Wert verloren. Beobachtern zufolge geht dies unter anderem auf den Ölpreis zurück, der trotz der Beschlüsse der Opec+ zur Begrenzung der weltweiten Produktion weiterhin relativ niedrig ist.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Textgröße ändern: