Pallade Veneta - Immer mehr gesundheitsschädliches Spielzeug auf dem Markt

Immer mehr gesundheitsschädliches Spielzeug auf dem Markt


Immer mehr gesundheitsschädliches  Spielzeug auf dem Markt
Immer mehr gesundheitsschädliches Spielzeug auf dem Markt / Foto: Stephen Chernin - Getty Images North America/AFP

Im Internet gekauftes Spielzeug für Kinder kann gesundheitsschädliche Chemikalien in hohen Konzentrationen enthalten, die in der EU eigentlich verboten sind. Durch den boomenden Online-Handel fallen immer häufiger Produkte aus China auf, die mit Weichmachern oder anderen krebserregenden Stoffen belastet sind, wie aus einem Rechtsgutachten des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hervorgeht. Die Umweltorganisation forderte eine ausreichende Anpassung geltender Gesetze an die digitale Welt.

Textgröße ändern:

"Der Internethandel wird leider noch nicht vergleichbar mit dem stationären Handel überprüft. Und so können Schadstoffe in die Körper unserer Kinder gelangen", erklärte BUND-Geschäftsführerin Antje Broock am Montag. Angemessene Kontrollen seien bei der gegenwärtigen Praxis nicht möglich, die Überwachung des Marktes hinke hinterher. "Sanktionen bei Zuwiderhandlung müssen so hoch sein, dass sie auch abschrecken", forderte der BUND.

Eine Auswertung des EU-Schnellwarnsystems für gefährliche Non-Food-Produkte zeigt laut BUND, dass die Zahl der gemeldeten Artikel, die verbotene Chemikalien enthielten, in den vergangenen vier Jahren um 30 Prozent gestiegen ist. Häufig seien darunter Spielzeuge wie Puppen oder Schleim aus chinesischer Produktion, die teilweise bis zur Hälfte aus hormonell schädlichen Weichmachern bestehen können, wie der BUND analysierte.

Über 200 solche Spielzeuge hätten die zuständigen Behörden in den EU-Ländern ausfindig gemacht. Neben Weichmachern enthielten sie etwa auch krebserregende Nitrosamine Bor, Bisphenol A sowie das extrem langlebige Altgift TBT, wie die Umweltschützer ausführten. Plattformen wie Amazon, Ebay oder Alibaba befänden sich in einem "rechtlichen Freiraum", in dem sie die Schutzvorschriften "ganz legal umgehen können". "Es ist offensichtlich so, dass über diese Handelsriesen derzeit alles, sogar gefährliches Spielzeug, auf den Markt geworfen werden kann, weil niemand ernsthafte Konsequenzen zu fürchten hat", kritisierte von Broock.

M.Romero--PV

Empfohlen

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung

In den kommenden Jahren soll es deutlich weniger lange Streckensperrungen wegen umfassender Sanierungen durch die Deutsche Bahn geben. Statt 21 bislang geplanter sogenannter Korridorsanierungen sollen bis 2031 nun nur 13 umgesetzt werden, wie die Infrastruktursparte der Bahn DB Infrago und das Bundesverkehrsministerium am Freitag mitteilten. Sie verweisen auf eine bessere Machbarkeit der Vorhaben bei einem reduziertem Pensum. Finanzielle Gründe dürften allerdings auch ein Rolle spielen.

Textgröße ändern: