Pallade Veneta - Verkehrsministerium weist Forderung nach Einstufung von E-Autos als Gefahrgut zurück

Verkehrsministerium weist Forderung nach Einstufung von E-Autos als Gefahrgut zurück


Verkehrsministerium weist Forderung nach Einstufung von E-Autos als Gefahrgut zurück
Verkehrsministerium weist Forderung nach Einstufung von E-Autos als Gefahrgut zurück / Foto: Vincent Jannink - ANP/AFP/Archiv

Nach dem Brand des Frachters "Fremantle Highway" hat das Bundesverkehrsministerium Forderungen nach einer Einstufung von E-Autos als Gefahrgut bei Transporten zurückgewiesen. Anhand der Zahlen der Versicherer gebe es keine Hinweise darauf, dass Elektroautos häufiger brennen würden als andere Autos, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin. "Diese Entzündungen sind extrem seltene Defekte."

Textgröße ändern:

Der Grund für das Feuer auf dem Schiff sei zudem noch unklar, sagte der Sprecher. Ein entsprechender Untersuchungsbericht sei abzuwarten. Die Ergebnisse werde sich das Ministerium anschauen und dann entsprechende Maßnahmen ergreifen.

"Diese sind, weil wir uns hier eben auf hoher See befinden, international abzustimmen", sagte der Sprecher. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO sei dafür verantwortlich. Diese habe bereits angekündigt, "sich speziell mit den dem Sachverhalt Elektroautos befassen zu wollen".

In einem Brief an das Bundesverkehrsministerium hatte die SPD-Fraktion in Bremen nach dem Brand auf dem Autofrachter die Einstufung von E-Autos als Gefahrengut während eines Transports gefordert. "Dies wäre schon allein deswegen richtig, weil der separate Transport von Batterien bereits als Gefahrgut klassifiziert werden muss", zitierte der "Spiegel" am Freitag aus dem Schreiben. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das für Batterien in verbautem Zustand nicht gelte.

Das unter der Flagge Panamas fahrende Frachtschiff "Fremantle Highway" war auf dem Weg von Bremerhaven nach Ägypten und Singapur, als in der Nacht zum 26. Juli ein Feuer an Bord ausbrach. Ein Besatzungsmitglied kam ums Leben, 22 Menschen konnten von Bord des Schiffes gerettet werden. Über die Brandursache wird immer noch spekuliert. Möglicherweise hatte eines der knapp 500 Elektroautos an Bord Feuer gefangen. Deren Batterien lassen sich schwer löschen. Das Schiff wurde mittlerweile in den niederländischen Hafen von Eemshaven direkt an der Grenze zu Deutschland geschleppt.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

CDU streitet vor Präsidiumssitzung über die "Brandmauer" zur AfD

Vor der Sitzung des CDU-Parteipräsidiums am Sonntag gibt es in der Partei neuen Streit über die sogenannte Brandmauer. "Die starren Unvereinbarkeitsbeschlüsse bringen uns nicht voran", sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Oest der "Welt am Sonntag". Nach seinen Worten sind "das christliche Menschenbild, die soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung auch für Schwächere zu übernehmen" die "Leitplanken" der CDU. "Wer diesen inneren Kompass hat, orientiert sich nicht an anderen."

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Textgröße ändern: