Pallade Veneta - Weniger neue Jobs in den USA geschaffen als erwartet

Weniger neue Jobs in den USA geschaffen als erwartet


Weniger neue Jobs in den USA geschaffen als erwartet
Weniger neue Jobs in den USA geschaffen als erwartet / Foto: Frederic J. BROWN - AFP/Archiv

In den USA verstärken sich die Anzeichen einer Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt. Die größte Volkswirtschaft der Welt schuf im Juli nur 187.000 neue Jobs und damit weniger als von Experten erwartet, wie am Freitag das Arbeitsministerium mitteilte. Experten hatten für Juli mit rund 200.000 neuen Jobs gerechnet. Zudem revidierte das Ministerium die Zahlen für Juni nach unten - von 209.000 auf 185.000 neue Arbeitsplätze.

Textgröße ändern:

Die Arbeitslosenquote sank leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in den USA liegt schon seit dem Frühjahr 2022 auf einem sehr niedrigen Niveau von zwischen 3,4 und 3,7 Prozent, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie vorübergehend in die Höhe geschnellt war.

Eine Abkühlung der Wirtschaft ist von der US-Notenbank Fed erwünscht. Die Federal Reserve versucht seit dem vergangenen Jahr mit einer Reihe von Leitzinserhöhungen, die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Eine niedrige Arbeitslosigkeit treibt aber die Löhne in die Höhe, weil Arbeitgeber um Arbeitskräfte ringen. Das wiederum könnte die Inflation anheizen.

Zur Eindämmung der Inflation hatte die Fed Ende Juli zum elften Mal seit März 2022 die Leitzinsen erhöht - auf aktuell 5,25 bis 5,5 Prozent. Der Anstieg der Verbraucherpreise betrug im Juni 3,0 Prozent, nachdem die Inflation im Juni vergangenen Jahres ein 40-Jahres-Hoch von 9,1 Prozent erreicht hatte. Zielmarke der Fed sind zwei Prozent.

Einige Analysten befürchten bereits, dass die Fed es mit ihrer Geldpolitik zu weit treiben und die Wirtschaft abwürgen könnte. Fed-Chef Jerome Powell sagte dazu bei der Leitzinserhöhung Ende Juli, die Zentralbank rechne nicht mehr mit einer Rezession.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

CDU streitet vor Präsidiumssitzung über die "Brandmauer" zur AfD

Vor der Sitzung des CDU-Parteipräsidiums am Sonntag gibt es in der Partei neuen Streit über die sogenannte Brandmauer. "Die starren Unvereinbarkeitsbeschlüsse bringen uns nicht voran", sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Oest der "Welt am Sonntag". Nach seinen Worten sind "das christliche Menschenbild, die soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung auch für Schwächere zu übernehmen" die "Leitplanken" der CDU. "Wer diesen inneren Kompass hat, orientiert sich nicht an anderen."

Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken

Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth "schon jetzt eine verheerende Wirkung". "Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollen, um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "Die Kreditgeber sind plötzlich zurückhaltender. Das merken selbst die staatlichen Akteure."

Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran

US-Präsident Donald Trump treibt seinen Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin Lisa Cook weiter voran. Trump berief am Freitag ein Komitee ein, das Cook am 5. November im Weißen Haus befragen soll. Dabei geht es um angebliche Falschangaben der Ökonomin bei Immobilienkrediten. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, Cook zu feuern, war aber vom Obersten Gerichtshof gestoppt worden.

EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte

Die Europäische Union und China haben sich auf eine Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridautos nach Europa verständigt. "Dies eröffnet die Aussicht, Chinas Export um mehr als die Hälfte zu reduzieren", sagte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nach einem Treffen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao am Freitag in Peking. Der europäische Herstellerverband Acea begrüßte die Einigung als "positiven Schritt" zur Entschärfung des Handelskonflikts zwischen den beiden Seiten.

Textgröße ändern: