Pallade Veneta - Johnson wirbt wegen Ukraine-Kriegs in Riad für Erhöhung der Ölfördermenge

Johnson wirbt wegen Ukraine-Kriegs in Riad für Erhöhung der Ölfördermenge


Johnson wirbt wegen Ukraine-Kriegs in Riad für Erhöhung der Ölfördermenge
Johnson wirbt wegen Ukraine-Kriegs in Riad für Erhöhung der Ölfördermenge

Angesichts der Turbulenzen auf den Energiemärkten wegen Russlands Einmarsch in die Ukraine hat der britische Premierminister Boris Johnson in Saudi-Arabien für eine Erhöhung der Ölfördermenge geworben. Er habe darüber in Riad ein "sehr produktives Gespräch" mit Saudi-Arabiens De-facto-Herrscher, Kronprinz Mohammed bin Salman, geführt, sagte Johnson nach dem Treffen am Mittwoch. Konkrete Zusagen seines Gastgebers verkündete der britische Regierungschef jedoch nicht.

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Johnson ist einer der wenigen westlichen Staats- und Regierungschefs, die Riad besuchten, seit der Journalist Jamal Khashoggi 2018 im saudiarabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden war. Der britische Premier begründete das Treffen mit der Notwendigkeit, eine Energiekrise zu verhindern.

Zugleich versicherte Downing Street in einer Erklärung, dass Johnson in Riad "die Sorgen des Vereinigten Königreichs über anhaltende Menschenrechtsprobleme" angesprochen habe. Am Samstag waren in Saudi-Arabien 81 Verurteilte hingerichtet worden und damit mehr als im gesamten vergangenen Jahr.

Johnson sagte britischen Medien nach seinem Treffen mit Kronprinz Mohammed, es habe große Übereinstimmung geherrscht, "dass es wichtig ist, Inflation zu vermeiden". Außerdem seien sich beide Seiten einig gewesen, dass eine Zusammenarbeit notwendig ist, "um der Ukraine Frieden zu bringen".

Johnson hofft, dass die ölreichen arabischen Staaten ihre Ölförderung erhöhen, um einen erneuten Anstieg des Ölpreises zu verhindern und die Abhängigkeit westlicher Staaten von russischem Erdöl zu verringern. Außer in Saudi-Arabien führte der britische Premier auch Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Beide Länder seien "entscheidende internationale Partner" im Bemühen der internationalen Gemeinschaft, von russischem Öl und Gas "loszukommen", sagte Johnson.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den größten Ölförderländern der Welt. Bislang haben sie es vermieden, Russland wegen der Ukraine-Invasion zu verurteilen. Johnson warnte in Riad, die Folgen von Russlands "brutalem und nicht-provoziertem" Angriff auf die Ukraine würden weit über Europa hinaus zu spüren sein.

Die USA haben wegen des Ukraine-Krieges einen Importstopp für russisches Öl verhängt. Auch Großbritannien kündigte diesen Schritt an.

O.Mucciarone--PV

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