Pallade Veneta - Überfischung: EU-Parlament beschließt strengere Kontrollen

Überfischung: EU-Parlament beschließt strengere Kontrollen


Überfischung: EU-Parlament beschließt strengere Kontrollen
Überfischung: EU-Parlament beschließt strengere Kontrollen / Foto: Sameer Al-DOUMY - AFP/Archiv

Gegen Überfischung werden die Kontrollen für Fischer in der Europäischen Union künftig verschärft. Das Europaparlament beschloss am Dienstag in Straßburg eine entsprechende Reform der gemeinsamen Regeln für den Fischereisektor. Unter anderem müssen demnach große Schiffe künftig mit Überwachungskameras ausgestattet werden, um die Einhaltung von Fangquoten sicherzustellen.

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Verbraucherinnen und Verbrauchen sollen künftig etwa über einen QR-Code nachvollziehen können, wo frischer und gefrorener Fisch herkommt. In fünf Jahren soll das auch für verarbeiteten Fisch gelten. Die Mitgliedsländer müssen deshalb Systeme zur Ortung aller Fischereifahrzeuge einrichten, die Schiffe müssen ihre Fänge digital melden.

Die Reform sei die Antwort der EU auf die Forderung nach "Informationen über die Herkunft aller Nahrungsmittel, die sie essen", erklärte die zuständige Berichterstatterin im Parlament, Clara Aguilera (Sozialdemokraten).

Die neuen Regeln zielen außerdem auf eine Vereinheitlichung der Sanktionen der EU-Staaten ab. Bislang fielen die Strafen für Fischer bei Verstößen gegen Fangquoten und andere Vorschriften sehr unterschiedlich aus. Künftig wird der Berechnung der Strafe grundsätzlich der Wert des Fangs zugrunde gelegt.

Die EU-Kommission hatte bereits im Frühjahr 2018 eine Reform der Kontrollvorgaben für die Fischerei vorgeschlagen. Die Mitgliedstaaten brauchten anschließend jedoch drei Jahre, um sich auf eine gemeinsame Position zu einigen. Im Europaparlament stimmten 438 der Abgeordneten für die Reform, bei 146 Gegenstimmen und 40 Enthaltungen.

O.Pileggi--PV

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