Pallade Veneta - Schweden will nicht-europäischen Migranten Zugang zu Sozialleistungen erschweren

Schweden will nicht-europäischen Migranten Zugang zu Sozialleistungen erschweren


Schweden will nicht-europäischen Migranten Zugang zu Sozialleistungen erschweren
Schweden will nicht-europäischen Migranten Zugang zu Sozialleistungen erschweren / Foto: Fredrik SANDBERG - TT News Agency/AFP/Archiv

Schwedens rechtsgerichtete Regierung will nicht-europäischen Einwanderern den Zugang zu Sozialleistungen erschweren. "Seit 2012 sind mehr als 770.000 Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) nach Schweden eingewandert", hoben die Chefs der Drei-Parteien-Koalition sowie der ultrarechten Schwedendemokraten, die die Minderheitsregierung von Ministerpräsident Ulf Kristersson tolerieren, am Freitag in einem Meinungsbeitrag für die Zeitung "Dagens Nyheter" hervor.

Textgröße ändern:

"Zusammen mit einer Integrationspolitik, die fast keine Anforderungen (an Migranten) gestellt und keine Anreize geboten hat, sich in die Gesellschaft zu integrieren, hat die umfassende Einwanderung ein gespaltenes Schweden geschaffen", schrieben die Parteichefs und beklagten "Absonderung, soziale Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit, schlechte Schulleistungen und einen Mangel an gemeinsamen schwedischen Werten".

Außerdem gebe es "bedeutende Probleme" mit im Ausland geborenen Menschen, die arbeitslos seien und auf Kosten des Staates lebten, hieß es in dem Beitrag. Konkrete Zahlen nannten die Autoren nicht. Sie wollen nach eigenen Angaben die Sozialleistungen für Nicht-EU- und Nicht-EWR-Bürger einschränken, so dass diese künftig nicht mehr mehrere Leistungen wie Kindergeld, Wohngeld, Arbeitslosen-, Kranken- und Elterngeld erhielten. Außerdem soll diese Einwanderer-Gruppe verpflichtet werden, Schwedisch zu lernen und sich eine Arbeit zu suchen.

Das 10,3-Millionen-Einwohner-Land Schweden hat seit den 90er Jahren zahlreiche Menschen aus Krisenländern wie dem ehemaligen Jugoslawien, Afghanistan, Syrien, Irak und Somalia aufgenommen. Regierungschef Kristersson hatte vergangenen Monat die in jüngster Zeit grassierende Bandengewalt in Schweden auf eine "verantwortungslose Einwanderungspolitik und eine gescheiterte Integration" zurückgeführt.

Für Debatten sorgte auch der Tod zweier schwedischer Fußballfans bei einem islamistisch motivierten Anschlag in Brüssel zu Wochenbeginn. Der beschuldigte Tunesier hatte außer in Belgien auch in Norwegen, in Schweden und in Italien vergeblich Asyl beantragt, war aber nicht abgeschoben worden.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Huthis drohen nach tödlichem Angriff auf Flughafen in Riad mit weiteren Attacken

Nach einem Angriff mit zwölf Todesopfern und hunderten Verletzten in Riad hat die pro-iranische Huthi-Miliz mit weiteren Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien gedroht. Reisende, Beschäftigte und Luftfahrtunternehmen sollten diese nicht nutzen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die EU, die UNO und die Bundesregierung verurteilten den Angriff vom Samstag. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Deutsche-Bank-Chef Sewing kritisiert Tankrabatt

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing übt Kritik an der Finanzpolitik der Bundesregierung. In der "Bild am Sonntag" kritisierte der Manager den im Oktober erneut in Kraft getretenen Tankrabatt zur Senkung der Spritpreise: "Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich bin kein Fan davon." Er glaube nicht, "dass uns der Tankrabatt auf Dauer helfen wird", sagte Sewing.

Textgröße ändern: