Pallade Veneta - Energieagentur: Begrenzung der Erderwärmung "sehr schwierig" - aber möglich

Energieagentur: Begrenzung der Erderwärmung "sehr schwierig" - aber möglich


Energieagentur: Begrenzung der Erderwärmung "sehr schwierig" - aber möglich
Energieagentur: Begrenzung der Erderwärmung "sehr schwierig" - aber möglich / Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE - AFP

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat mit einem eindringlichen Appell zu mehr Klimaschutzanstrengungen aufgerufen. Der Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas sei immer noch "viel zu hoch", warnte die Organisation am Dienstag in Paris. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad sei so nicht zu erreichen.

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"So wie die Dinge stehen, wird die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen viel zu hoch bleiben, um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen", erklärte die IEA in ihrem Jahresbericht. Dies berge nicht nur die Gefahr, dass sich die Klimaauswirkungen nach einem ohnehin schon durch Rekordhitze gekennzeichnetem Jahr noch weiter verschlimmerten, sondern auch, dass die Sicherheit des Energiesystems untergraben werde. Denn dieses sei "für eine kühlere Welt mit weniger extremen Wetterereignissen" konzipiert worden.

"Die Emissionskurve auf einen Pfad zu biegen, der mit 1,5 Grad Celsius übereinstimmt, bleibt möglich, aber sehr schwierig", resümierte die IEA. Nötig seien dafür substanzielle politische Änderungen weltweit. Ohne diese könnten die globalen Durchschnittstemperaturen in diesem Jahrhundert demnach um etwa 2,4 Grad Celsius steigen.

Die IEA legte ihren Bericht gut fünf Wochen vor der UN-Klimakonferenz (COP28) vor, die Ende November in Dubai beginnt. Die internationalen Verhandlungen über den Umgang mit der Klimakrise werden derzeit von anderen Krisen wie dem Krieg im Nahen Osten überschattet. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der Erderwärmung, etwa in Form von Überschwemmungen und Dürren, immer häufiger und heftiger spürbar.

Nach Einschätzung der IEA gibt es auch positive Entwicklungen, wie etwa den "phänomenalen Aufstieg sauberer Energietechnologien" wie Solar- und Windkraft, Elektroautos und Wärmepumpen. Zudem seien die Investitionen in neue Offshore-Windprojekte inzwischen dreimal so hoch wie die in neue Kohle- und Gaskraftwerke.

"Der Übergang zu sauberer Energie findet weltweit statt und ist unaufhaltsam", erklärte IEA-Chef Fatih Birol zur Vorstellung des Jahresberichts. "Es ist keine Frage des 'ob', sondern nur eine Frage des 'wie schnell' - und je früher, desto besser für uns alle."

D.Bruno--PV

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