Pallade Veneta - Kommission: Womöglich 200.000 Missbrauchsopfer durch Geistliche in Spanien

Kommission: Womöglich 200.000 Missbrauchsopfer durch Geistliche in Spanien


Kommission: Womöglich 200.000 Missbrauchsopfer durch Geistliche in Spanien
Kommission: Womöglich 200.000 Missbrauchsopfer durch Geistliche in Spanien / Foto: JAVIER SORIANO - AFP

In Spanien könnten einem Bericht einer Untersuchungskommission zufolge in vergangenen Jahrzehnten mehr als 200.000 Menschen als Minderjährige von katholischen Geistlichen sexuell missbraucht worden sein. Die unabhängige Kommission veröffentlichte am Freitag ihre Untersuchungsergebnisse zur Pädokriminalität in der katholischen Kirche in Spanien.

Textgröße ändern:

Der Bericht nennt keine genauen Zahlen, die Schätzung basiert aber auf einer Umfrage unter 8000 Menschen. Hochgerechnet gaben demnach 0,6 Prozent der 39 Millionen Erwachsenen in Spanien an, als Minderjährige von Geistlichen sexuell missbraucht worden zu sein. Somit könnten mehr als 200.000 Menschen betroffen gewesen sein, hieß es. Die Fälle stammen den Angaben zufolge vor allem aus dem Zeitraum zwischen 1970 und 1990.

In dem Bericht wird auch das Verhalten der katholischen Kirche kritisiert. Ihre Reaktion auf Fälle von Pädokriminalität durch Geistliche sei "unzureichend" gewesen. Vorgeschlagen wird unter anderem, einen Fonds durch den Staat einzurichten, um den Opfern Entschädigungen zu leisten.

Im Gegensatz zu Deutschland, Frankreich, Irland und den Vereinigten Staaten gab es im stark katholische Spanien bislang noch keine unabhängige Untersuchung dieser Art. Weltweit wurde die katholische Kirche bereits von einer Reihe von Skandalen zu sexuellem Missbrauch erschüttert.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen im kommenden Jahr gewarnt. Die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz bestehe in den kommenden Jahren eher nicht, sagte Gates am Sonntag dem US-Sender ABC News. Viel größer sei die Gefahr, dass "schlechte Menschen" KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzten.

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Huthis drohen nach tödlichem Angriff auf Flughafen in Riad mit weiteren Attacken

Nach einem Angriff mit zwölf Todesopfern und hunderten Verletzten in Riad hat die pro-iranische Huthi-Miliz mit weiteren Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien gedroht. Reisende, Beschäftigte und Luftfahrtunternehmen sollten diese nicht nutzen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die EU, die UNO und die Bundesregierung verurteilten den Angriff vom Samstag. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Textgröße ändern: