Pallade Veneta - UNO: Finanzielle Unterstützung ärmerer Länder bei Anpassung an Klimawandel gesunken

UNO: Finanzielle Unterstützung ärmerer Länder bei Anpassung an Klimawandel gesunken


UNO: Finanzielle Unterstützung ärmerer Länder bei Anpassung an Klimawandel gesunken
UNO: Finanzielle Unterstützung ärmerer Länder bei Anpassung an Klimawandel gesunken / Foto: Mamun Hossain - AFP/Archiv

Die internationale Unterstützung ärmerer Staaten bei der Anpassung an den Klimawandel ist 2021 nach UN-Angaben deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Finanzierung für besonders betroffene Entwicklungsländer um 15 Prozent, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Der Kampf gegen den Klimawandel stocke, warnte UN-Generalsekretär António Guterres.

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Den Berechnungen des UN-Umweltprogramms (UNEP) zufolge standen 2021 rund 21 Milliarden Dollar (umgerechnet 20,1 Milliarden Euro) für die Unterstützung der Entwicklungsländer zur Verfügung, 2020 waren es noch 25,2 Milliarden Dollar gewesen. Unterdessen wird der jährliche Bedarf mittlerweile auf 387 Milliarden Dollar geschätzt.

"Stürme, Brände, Überschwemmungen, Dürren und extreme Temperaturen werden immer häufiger und zerstörerischer, und sie werden noch viel schlimmer", erklärte Guterres. Die Notwendigkeit, Menschen und Natur zu schützen, sei "dringender denn je".

Mit Blick auf den Rückgang der Unterstützung um 15 Prozent im Jahr 2021 sprechen die Vereinten Nationen von einem "besorgniserregenden Präzedenzfall". Wegen der Folgen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine sei es jedoch noch zu früh, um einen allgemeinen Trend festzustellen, betonte Paul Watkiss, einer der Autoren des UN-Berichts.

Entwicklungsländer unter anderem in Afrika und Asien sind weltweit am stärksten von der Erderwärmung betroffen. Ohne finanzielle Unterstützung der Industriestaaten können sie jedoch nicht genügend für die Bewältigung der Klimakrise tun. Allein in den vergangenen zwei Jahren erlitten die 55 am stärksten betroffenen Volkswirtschaften dem UN-Bericht zufolge Schäden in Höhe von mehr als 500 Milliarden Dollar.

Bei der UN-Klimakonferenz im schottischen Glasgow vor zwei Jahren hatten die Industriestaaten angekündigt, ihre Unterstützung für die Entwicklungsländer zu verdoppeln und jährlich 40 Milliarden Euro für die Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung zu stellen. Um die faire Unterstützung ärmere Staaten auch bei den Folgen durch den Klimawandel geht es ab Ende November auch bei der nächsten internationalen UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai.

H.Lagomarsino--PV

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