Pallade Veneta - Fahrgastverband: GDL muss auf Streiks zu Weihnachten verzichten

Fahrgastverband: GDL muss auf Streiks zu Weihnachten verzichten


Fahrgastverband: GDL muss auf Streiks zu Weihnachten verzichten
Fahrgastverband: GDL muss auf Streiks zu Weihnachten verzichten / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Vor dem Beginn der Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der GDL hat der Fahrgastverband Pro Bahn an die Lokführergewerkschaft appelliert, nicht zu Weihnachten zu streiken. "Die GDL sollte sich hüten, Millionen Menschen das Weihnachts- und Silvesterfest durch Streiks zu verderben", sagte der Pro-Bahn-Vorsitzende Detlef Neuß den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Donnerstag. Die Forderung der GDL nach mehr Lohn unterstützte Pro Bahn jedoch.

Textgröße ändern:

"Wenn zu den weihnachtlichen Familientreffen keine Züge fahren, wäre das eine extreme Belastung für sehr viele Menschen", führte Neuß im Gespräch mit dem RND aus. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) habe in ihrer Tarifrunde auf Streiks in den Sommerferien verzichtet. Die GDL solle jetzt dasselbe tun, forderte der Fahrgastverband mit Blick auf die Ferien zum Jahresende.

Gleichzeitig sei es angemessen, den Lokführern und Zugbegleitern mehr Geld zu zahlen. Diese Berufsgruppen seien bei der Bahn besonders stark belastet. Auch die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sei "verständlich". Andererseits sei sie aus Sicht der Fahrgäste "hoch problematisch", sagte Neuß dem RND. Bereits jetzt fielen Züge durch Personalmangel aus. Eine 35-Stunden-Woche würde dieses Problem verschärfen. Darauf hatte bereits auch die Bahn verwiesen.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Bahn und der GDL beginnen am Donnerstagmorgen in Berlin. Die Gewerkschaft fordert bei einer Tariflaufzeit von einem Jahr eine allgemeine Entgelterhöhung von mindestens 555 Euro. Außerdem will die Gewerkschaft für Beschäftigte im Schichtdienst eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von derzeit 38 auf 35 Stunden ohne Lohnkürzungen erreichen.

Der Personalchef der Bahn, Martin Seiler, lehnte diese Forderungen bereits als "unerfüllbar" ab. Sie würden eine Erhöhung der Personalkosten um 50 Prozent bedeuten.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen im kommenden Jahr gewarnt. Die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz bestehe in den kommenden Jahren eher nicht, sagte Gates am Sonntag dem US-Sender ABC News. Viel größer sei die Gefahr, dass "schlechte Menschen" KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzten.

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Huthis drohen nach tödlichem Angriff auf Flughafen in Riad mit weiteren Attacken

Nach einem Angriff mit zwölf Todesopfern und hunderten Verletzten in Riad hat die pro-iranische Huthi-Miliz mit weiteren Attacken auf Flughäfen in Saudi-Arabien gedroht. Reisende, Beschäftigte und Luftfahrtunternehmen sollten diese nicht nutzen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die EU, die UNO und die Bundesregierung verurteilten den Angriff vom Samstag. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Textgröße ändern: