Pallade Veneta - NGG erwartet massiven Fachkräfteschwund in Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe

NGG erwartet massiven Fachkräfteschwund in Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe


NGG erwartet massiven Fachkräfteschwund in Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe
NGG erwartet massiven Fachkräfteschwund in Lebensmittelindustrie und Gastgewerbe / Foto: Maurizio Gambarini - dpa/AFP/Archiv

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erwartet wegen des baldigen Ausscheidens geburtenstarker Jahrgänge aus dem Arbeitsleben einen massiven Fachkräfteschwund in der Lebensmittelherstellung und im Gastgewerbe. "Den Betrieben rutschen die Belegschaften weg – und damit die Fachkräfte. Aber auch angelernte Kräfte werden weggehen", warnte die NGG am Mittwoch auf ihrem Gewerkschaftstag in Bremen.

Textgröße ändern:

Vor allem in der Hotellerie und in der Gastronomie versuchten die Firmen, den "massiven Verlust von sozialversicherungspflichtig beschäftigten Fachkräften durch Mini-Jobber und angelernte Teilzeitkräfte aufzufangen". Die Zahl der Hilfskräfte habe sich in den vergangenen vier Jahren von 242.000 auf 480.000 nahezu verdoppelt. Dieser Trend werde künftig auch andere Niedriglohn-Branchen betreffen.

"Das Gegenmittel sind attraktivere Jobs mit attraktiveren Löhnen", erklärte NGG-Vize Claudia Tiedge. Jedoch betrieben viele Arbeitgeber Tarifflucht. Sie riskierten damit, über kurz oder lang ihre Leute zu verlieren, denn die Job-Mobilität auf dem Arbeitsmarkt werde zunehmen. Es werde außerdem weiterhin auch Zuwanderung brauchen.

Die NGG präsentierte auf ihrem Gewerkschaftstag auch die Ergebnisse einer von ihr in Auftrag gegebenen Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover zur Lohnfairness in Deutschland. Demnach arbeiten gut zehn Millionen Menschen derzeit für einen Stundenlohn unter 14 Euro. "Wer an der unteren Lohnkante arbeitet, der fühlt sich oft abgehängt", warnte NGG-Chef Guido Zeitler. Das werde mehr und mehr auch zum Risiko für den Zusammenhalt im Land.

"Deutschland muss beim Lohn mehr zusammenrücken", forderte die NGG. Gerade bei den unteren Löhnen müsse es deutlich nach oben gehen - der Tariflohn müsse der "Kompass für den Wert der Arbeit sein", nicht der Mindestlohn.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Trotz Trumps verkündeter Energie-Waffenruhe: Selenskyj spricht von neuen russischen Angriffen auf Energieanlagen

Trotz einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau hat Russland nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Betroffen seien ein Kraftwerk in Kiew und Energieanlagen im Nordosten der Ukraine, erklärte Selenskyj am Sonntagabend. Trump hatte zuvor einen Diesel-Deal mit Russland verkündet, der sowohl in den USA als auch bei Ukraine-Verbündeten auf scharfe Kritik stieß.

Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat vor einer Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen im kommenden Jahr gewarnt. Die Gefahr einer außer Kontrolle geratenen Künstlichen Intelligenz bestehe in den kommenden Jahren eher nicht, sagte Gates am Sonntag dem US-Sender ABC News. Viel größer sei die Gefahr, dass "schlechte Menschen" KI-Systeme ohne Schutzvorkehrungen für Cyberangriffe oder Bioterrorismus nutzten.

Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nimmt inmitten der anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Flughäfen in Saudi-Arabien an einer Energiekonferenz in der saudiarabischen Hauptstadt Riad teil - und muss nun ihre Rückreise umplanen. Aufgrund der Sperrung des internationalen Flughafens in Riad könne "die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", erklärte eine Ministeriumssprecherin am Sonntagabend.

Trump meldet "Energie-Waffenruhe" zwischen Russland und der Ukraine

Russland und die Ukraine haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen. Mit "sofortiger Wirkung" gelte eine "Energie-Waffenruhe" im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Weitere Details nannte er zunächst nicht.

Textgröße ändern: