Pallade Veneta - Studie: China steigt dieses Jahr zum weltweit größten Autoexporteur auf

Studie: China steigt dieses Jahr zum weltweit größten Autoexporteur auf


Studie: China steigt dieses Jahr zum weltweit größten Autoexporteur auf
Studie: China steigt dieses Jahr zum weltweit größten Autoexporteur auf / Foto: Tommaso Boddi - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

China wird laut einer Studie des Autoexperten Stefan Bratzel in diesem Jahr zum weltweit größten Autoexporteur aufsteigen. In den neun Monaten von Januar bis September verkauften chinesische Hersteller 3,4 Millionen Fahrzeuge ins Ausland, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie - die japanischen Hersteller exportierten 3,2 Millionen Fahrzeuge, die deutschen 2,4 Millionen Autos. China hatte bereits 2022 Deutschland überholt - nun also auch die angestammte Exportnation Japan.

Textgröße ändern:

"Die Bedeutung des Fahrzeugexports aus China steigt weiterhin rasant an", erklärte Bratzel vom Center of Automotive Management in Bergisch-Gladbach. Der Zuwachs lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 60 Prozent. Von den 3,4 Millionen Fahrzeugen waren 2,84 Millionen Pkw, dort betrug der Zuwachs 67 Prozent.

Stark sind die chinesischen Hersteller auf dem Gebiet der Elektroautos: Im Inland wurden in den zehn Monaten von Januar bis Oktober rund vier Millionen E-Autos neu zugelassen, ein Marktanteil von rund 23 Prozent. Dazu kamen knapp zwei Millionen Plug-in-Hybride, was den Anteil auf insgesamt 35 Prozent erhöhte.

Ins Ausland exportierten die chinesischen Hersteller von Januar bis September knapp 825.000 Elektroautos (reine Batterieautos und Plug-In-Hybride), das waren mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Sie machen schon fast ein Viertel (24 Prozent) am Gesamtautoexport aus.

Die größten chinesischen Fahrzeugexporteure sind laut Studie Saic mit rund 760.000 Fahrzeugen und Chery mit 648.000. An dritter Stelle steht bereits der US-Elektroautohersteller Tesla mit 265.000 Pkw, der in Shanghai eine Fabrik hat.

"Während die Elektromobilität in China weiter auf hohem Niveau wächst, schwächt sich die Dynamik in Deutschland und befindet sich in einer kritischen Übergangsphase", erklärte Bratzel. Höhere Zinsen und abnehmende Förderungen führten hierzulande zu höheren Leasing- und Finanzierungsraten der ohnehin teureren Elektrofahrzeuge. Die tendenziell gutverdienenden, technikaffinen Early Adopter seien zudem bereits versorgt.

Die Hersteller müssten nun Käuferschichten mit deutlich kleinerem Geldbeutel adressieren, riet Bratzel: "Deshalb braucht es zeitnah mehr Elektromodelle unterhalb der Mittelklasse, deren Anschaffungspreise auf Höhe der Verbrenner liegen." Für die europäischen Autohersteller sei die Reduzierung der Herstellkosten die größte Herausforderung, um den Preiskampf gegen Wettbewerber wie Tesla und einigen chinesischen Herstellern zu bestehen.

In Deutschland wurden von Januar bis Oktober laut Studie rund 565.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, in Europa waren es 1,63 Millionen. Marktführer in Deutschland ist VW, danach folgt dichtauf Tesla.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Nur noch 350.000 im Jahr: EU halbiert Hybridauto-Importe aus China

Die EU will ihre Autobauer unterstützen und halbiert deshalb die Importe an Plugin-Hybriden der Konkurrenz aus China. Künftig sollen pro Jahr nur noch 350.000 Hybridautos aus China in die EU verkauft werden dürfen, wie ein EU-Beamter am Montag in Brüssel mitteilte. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte er. Die EU und China hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Begrenzung geeinigt.

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas (SPD) als Arbeitsministerin soll der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ihr Nachfolger im Kabinett werden. Das wurde der Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Parteikreisen bestätigt. Bas hatte zuvor ihren Rücktritt vom Ko-Parteivorsitz und von ihrem Ministeramt erklärt.

Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück

Als Konsequenz aus "öffentlichen Angriffen" und nach dem Tod ihrer Stieftochter tritt Bärbel Bas als SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin zurück. Sie habe ihren Ko-Parteivorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil darüber informiert, dass sie ihr Amt als Parteivorsitzende "mit dem heutigen Tag" niederlege, erklärte Bas am Montag in Berlin. Gleichzeitig habe sie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten, sie aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen. In einer persönlichen Erklärung prangerte sie "öffentliche Angriffe" auch von Seiten der Union an.

Textgröße ändern: