Pallade Veneta - Krise bei Signa-Konzern: Galeria erwägt laut "SZ" Aussetzen der Mietzahlungen

Krise bei Signa-Konzern: Galeria erwägt laut "SZ" Aussetzen der Mietzahlungen


Krise bei Signa-Konzern: Galeria erwägt laut "SZ" Aussetzen der Mietzahlungen
Krise bei Signa-Konzern: Galeria erwägt laut "SZ" Aussetzen der Mietzahlungen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bereitet sich nach Medienberichten auf eine mögliche Insolvenz des Mutterkonzerns Signa Holding und der deutschen Tochtergesellschaften vor. Galeria habe die finanziellen Verpflichtungen gegenüber den deutschen Signa-Tochtergesellschaften zwar bis einschließlich November erfüllt, wolle Mietzahlungen im Dezember aber von der Lage abhängig machen und gegebenenfalls aussetzen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Textgröße ändern:

Es werde nun sehr sorgfältig beobachtet, wie sich die Lage entwickle, hieß es weiter. Demnach erfolgen die Mietzahlungen von Galeria nicht direkt an Signa in Österreich, sondern an unterschiedliche Gesellschaften in Deutschland. Damit ist die Warenhauskette an Fristen im deutschen Insolvenzrecht gebunden.

Am Freitag hatte eine der deutschen Tochtergesellschaften, die Signa Real Estate Management Germany, laut Medienberichten bereits beim Amtsgericht in Charlottenburg einen Insolvenzantrag gestellt. Die "Wirtschaftswoche" zitierte dazu am Samstag aus einem Mitarbeiterschreiben, in der das Unternehmen selbst über die Insolvenz informiert.

Die "aktuelle wirtschaftliche Situation" der Firma und die "Tatsache, dass es trotz allergrößter Anstrengungen nicht gelungen ist, unsere finanzielle Situation und die erforderliche Liquidität kurzfristig zu verbessern, haben uns bedauerlicherweise keine andere Möglichkeit gelassen als diesen Weg zu gehen", heißt es dort. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter werde "voraussichtlich sehr kurzfristig vom Amtsgericht bestellt".

Die Gehälter der Mitarbeiter seien nun für bis zu drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert. Die nächsten Schritte würden nun mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter abgestimmt und schnellstmöglich kommuniziert.

Mehrere Sparten der von dem österreichischen Immobilieninvestor René Benko gegründeten Unternehmensgruppe vor allem im Immobilienbereich waren zuletzt in Schwierigkeiten geraten. Anfang November gab Benko den Führungsposten in seiner Signa Holding ab und übergab den Vorsitz des Beirats der Unternehmensgruppe an den Sanierungsexperten Arndt Geiwitz.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Nur noch 350.000 im Jahr: EU halbiert Hybridauto-Importe aus China

Die EU will ihre Autobauer unterstützen und halbiert deshalb die Importe an Plugin-Hybriden der Konkurrenz aus China. Künftig sollen pro Jahr nur noch 350.000 Hybridautos aus China in die EU verkauft werden dürfen, wie ein EU-Beamter am Montag in Brüssel mitteilte. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte er. Die EU und China hatten sich in der vergangenen Woche auf eine Begrenzung geeinigt.

EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

Die EU begrenzt die Importe chinesischer Hybridautos auf 350.000 Fahrzeuge im Jahr. "Das wird die aktuellen Importe in die EU um mehr als die Hälfte senken", sagte ein EU-Beamter am Montag in Brüssel. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hatte sich in der vergangenen Woche in Peking mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao auf eine Begrenzung geeinigt.

Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas (SPD) als Arbeitsministerin soll der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) ihr Nachfolger im Kabinett werden. Das wurde der Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Parteikreisen bestätigt. Bas hatte zuvor ihren Rücktritt vom Ko-Parteivorsitz und von ihrem Ministeramt erklärt.

Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück

Als Konsequenz aus "öffentlichen Angriffen" und nach dem Tod ihrer Stieftochter tritt Bärbel Bas als SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin zurück. Sie habe ihren Ko-Parteivorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil darüber informiert, dass sie ihr Amt als Parteivorsitzende "mit dem heutigen Tag" niederlege, erklärte Bas am Montag in Berlin. Gleichzeitig habe sie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten, sie aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen. In einer persönlichen Erklärung prangerte sie "öffentliche Angriffe" auch von Seiten der Union an.

Textgröße ändern: