Pallade Veneta - Enttäuschende Erholung nach Corona: Chinas Wirtschaft wächst 2023 um 5,2 Prozent

Enttäuschende Erholung nach Corona: Chinas Wirtschaft wächst 2023 um 5,2 Prozent


Enttäuschende Erholung nach Corona: Chinas Wirtschaft wächst 2023 um 5,2 Prozent
Enttäuschende Erholung nach Corona: Chinas Wirtschaft wächst 2023 um 5,2 Prozent / Foto: STR - AFP

Die Erholung der chinesischen Wirtschaft von der Corona-Krise im vergangenen Jahr ist enttäuschend ausgefallen. Die drei Pandemie-Jahre ausgenommen fiel das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt mit 5,2 Prozent so niedrig aus wie seit drei Jahrzehnten nicht. Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2023 auf 126 Billionen Yuan (rund 16 Billionen Euro) an, wie die nationale Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte.

Textgröße ändern:

Chinas Wirtschaft hatte seit 2020 unter den strikten Corona-Einschränkungen gelitten. Diese wurden Ende 2022 aufgehoben, ab Anfang 2023 ging es dann wieder aufwärts. Diese Erholung verlor im Laufe des Jahres aber an Dynamik. Haushalte und Unternehmen zeigten sich zurückhaltend, die Verbraucherstimmung blieb mies. Hinzu kommen eine massive Schuldenkrise des wichtigen Immobiliensektors und eine steigende Jugendarbeitslosigkeit.

Das nun verkündete Wachstum entspricht zwar in etwa dem Ziel der chinesischen Führung von "rund fünf Prozent". Ein Blick auf das Jahresende trübt jedoch die Aussichten: Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung Chinas im Vergleich zum Vorquartal nur noch um ein Prozent. Die chinesischen Börsen reagierten mit Kursverlusten, Hongkong schloss 3,7 Prozent und Shanghai zwei Prozent im Minus.

Auch der Umsatz im Einzelhandel - ein wichtiger Indikator für die Verbraucherstimmung - büßte zum Jahresende hin weiter an Dynamik ein. Im Vorjahresvergleich ergab sich im Dezember ein Plus von 7,4 Prozent und somit deutlich weniger als im November (10,1 Prozent). Die Industrieproduktion legte leicht zu. Das Wachstum betrug hier im Dezember 6,8 Prozent im Jahresvergleich, verglichen mit 6,6 Prozent im November.

Die Arbeitslosenquote stieg im Dezember leicht auf 5,1 Prozent von 5,0 Prozent im November. Die Jugendarbeitslosigkeit hatte im Mai einen Höchststand erreicht, anschließend stellten die Behörden die Veröffentlichung der Kennzahl ein. Für die 16- bis 24-Jährigen wurde nun ein neuer Kennwert eingeführt, der Studierende ausschließt. Für Dezember wurde er mit 14,9 Prozent angegeben.

Ohnehin zeichnet die Arbeitslosenquote in China nur ein unvollständiges Bild, da sie nur für die städtischen Arbeitnehmer berechnet wird. Die Situation von Millionen Wanderarbeitern aus ländlichen Gebieten wird hingegen ausgeklammert. Gerade sie würde ein wirtschaftlicher Abschwung aber hart treffen und auch die Immobilienkrise bekommen sie am ehesten zu spüren.

Der Immobiliensektor gilt als traditioneller Wachstumsmotor des Landes, doch viele Unternehmen sind heillos verschuldet. Bei den größten Bauträgern des Landes gehen die Miesen in die hunderte Milliarden Dollar. Die Probleme führten bereits zu zahlreichen Projektabbrüchen, was das Vertrauen der Käufer beeinträchtigte und die Immobilienpreise in den Keller trieb. Mittlerweile droht die Krise auf andere Sektoren überzuspringen.

In diesem Jahr wird sich Chinas BIP laut einer Prognose der Weltbank auf 4,5 Prozent verlangsamen. "Die größten Hindernisse bleiben die Probleme im Immobiliensektor und der daraus resultierende schwache Konsum der Haushalte", betont Teeuwe Mevissen, Analyst bei der RaboBank. Die Regierung in Peking gibt voraussichtlich im März ihr offizielles Wachstumsziel für das laufende Jahr bekannt.

C.Conti--PV

Empfohlen

Neue Sprinterzüge und weiter viele Baustellen: Neuer DB-Fahrplan ab Mittwoch buchbar

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember bietet die Deutsche Bahn eine neue schnelle ICE-Sprinter-Linie zwischen Hamburg und München an. Die Züge verkehren drei Mal täglich und halten nur in Hannover und Nürnberg, die planmäßige Fahrzeit reduziert sich so um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten, wie die DB am Dienstag mitteilte. Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember, Fahrten ab dann können ab diesem Mittwoch gebucht werden.

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland und warnt vor "zweigeteiltem" Ausblick für Welt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Der IWF rechnet nun damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,3 Prozent wächst, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert und stimmt mit der Prognose der Bundesregierung überein. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

Akkodis ermöglicht mehrsprachige Kommunikation bei den Rennen des Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Teams

Basierend auf der AI-Core-Anwendung von Akkodis bietet die Lösung internationalen Gästen in der Viewing Gallery des Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Teams eine mehrsprachige Echtzeit-Übersetzung von Fahrer- und Teamfunk sowie Rennkommentaren.

Textgröße ändern: