Pallade Veneta - Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington

Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington


Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington
Tausende Abtreibungsgegner demonstrieren in Washington / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Tausende Abtreibungsgegner sind in der US-Hauptstadt Washington bei einem alljährlichen "Marsch für das Leben" auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zeigten dabei am Freitag bei kaltem Winterwetter und Schneefall Schilder mit Slogans wie "Liebt das Leben", "Lasst ihre Herzen schlagen" und "Ich bin ein Verteidiger des Lebens". Einige Teilnehmer der Kundgebung riefen "Abtreibung ist Mord".

Textgröße ändern:

Die Demonstranten riefen zudem die Republikanische Partei dazu auf, sich im Wahljahr 2024 für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts einzusetzen. "Hey GOP, wir wählen zuerst für das Leben", stand auf einem Banner. GOP ist die Abkürzung für Grand Old Party, wie die Republikaner genannt werden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Abtreibungsgegnern vor eineinhalb Jahren einen wichtigen Sieg beschert: Der Supreme Court in Washington hob im Juni 2022 das landesweite Grundrecht auf Schwangerschaftsabbrüche auf. In der Folge verboten mehrere konservativ regierte Bundesstaaten Abtreibungen oder schränkten den Zugang stark ein.

Allerdings ist das Abtreibungsrecht ein Thema, mit dem die Demokraten von Präsident Joe Biden punkten können: Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der US-Bürger zumindest einen gewissen Zugang zu Abtreibungen aufrecht erhalten will. In mehreren Bundesstaaten stimmten die Wähler für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und fügten Abtreibungsgegnern damit schwere Niederlagen zu.

Die Demokraten, die sich für das Recht von Frauen auf einen Schwangerschaftsabbruch einsetzen, wollen das Thema bei den Kongress- und Präsidentschaftswahlen im November nutzen und Wähler mobilisieren. Eine besonders aktive Rolle spielt dabei Vizepräsidentin Kamala Harris, die landesweit für das Recht auf Abtreibungen werben will. Die Republikaner dagegen sind traditionell für ein schärferes Abtreibungsrecht - müssen aber befürchten, damit Wähler der politischen Mitte zu verprellen.

F.Amato--PV

Empfohlen

Hohe Energiepreise: Inflation steigt im September auf Höchststand seit Ende 2023

So hoch war die Inflationsrate seit Dezember 2023 nicht mehr: Der Anstieg der Verbraucherpreise hat wegen der hohen Kosten für Energie im September stark zugelegt. Die Inflationsrate betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. "Die Inflationsrate erreichte im September mit über drei Prozent einen neuen Jahreshöchststand. Das war zugleich der höchste Wert seit Dezember 2023", erklärte Amtspräsidentin Ruth Brand.

Neue Sprinterzüge und weiter viele Baustellen: Neuer DB-Fahrplan ab Mittwoch buchbar

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember bietet die Deutsche Bahn eine neue schnelle ICE-Sprinter-Linie zwischen Hamburg und München an. Die Züge verkehren drei Mal täglich und halten nur in Hannover und Nürnberg, die planmäßige Fahrzeit reduziert sich so um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten, wie die DB am Dienstag mitteilte. Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember, Fahrten ab dann können ab diesem Mittwoch gebucht werden.

IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland und warnt vor "zweigeteiltem" Ausblick für Welt

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Der IWF rechnet nun damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,3 Prozent wächst, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert und stimmt mit der Prognose der Bundesregierung überein. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an.

Textgröße ändern: