Pallade Veneta - EZB: Viele Banken für grüne Transformation noch schlecht aufgestellt

EZB: Viele Banken für grüne Transformation noch schlecht aufgestellt


EZB: Viele Banken für grüne Transformation noch schlecht aufgestellt
EZB: Viele Banken für grüne Transformation noch schlecht aufgestellt / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Bei vielen großen europäischen Banken spielen der Klimawandel und damit einhergehende wirtschaftliche Risiken bisher nur eine untergeordnete Rolle bei der Kreditvergabe. Eine Untersuchung von 95 Banken habe gezeigt, dass die Portfolios der Geldhäuser derzeit "in erheblichem Maße nicht mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens übereinstimmen", erklärte Frank Elderson, Vize-Vorsitzender der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB), am Dienstag in einem Blogbeitrag.

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Die Banken decken den Angaben zufolge drei Viertel des gesamten Kreditvolumens in der Eurozone ab. Viele von ihnen finanzieren demnach weiterhin auch umweltschädliche Wirtschaftssektoren, was laut Elderson zu "hohen Übergangsrisiken für etwa 90 Prozent dieser Banken führt". Die Europäische Zentralbank drängt seit 2020 die Banken dazu, Klimarisiken bei ihren Kreditkunden zu identifizieren.

Das 2015 unterzeichnete Pariser Abkommen zielt darauf ab, die Erderwärmung verglichen mit dem vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad zu begrenzen, um besonders verheerende Folgen des Klimawandels zu verhindern. Neuere wissenschaftliche Studien deuten jedoch darauf hin, dass der globale Erwärmungspfad derzeit eher in der Größenordnung von drei Grad liegt.

Dies sei "sehr besorgniserregend", denn je länger mit der Umgestaltung der Wirtschaft gewartet werde, desto größer werden die Risiken der Kredithäuser, warnte der Zentralbanker. Die Übergangsrisiken gehen demnach vor allem auf Kredite für Unternehmen aus dem Energiesektor zurück.

Zusätzlich zu den Übergangsrisiken könnten nach Ansicht der EZB rund 70 Prozent der untersuchten Banken zudem einem erhöhten Risiko für Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt sein, da sie sich zwar zum Pariser Abkommen bekennen, ihr Portfolio aber nicht in dem Maße darauf abgestimmt hätten. Geldinstituten, die bis Ende 2024 nicht den Verpflichtungen zur Offenlegung von Klimainformationen nachkommen, drohen bereits Geldstrafen.

A.dCosmo--PV

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