Pallade Veneta - Bahn zahlte 2023 erneut Rekordsumme an Entschädigungen an Fahrgäste aus

Bahn zahlte 2023 erneut Rekordsumme an Entschädigungen an Fahrgäste aus


Bahn zahlte 2023 erneut Rekordsumme an Entschädigungen an Fahrgäste aus
Bahn zahlte 2023 erneut Rekordsumme an Entschädigungen an Fahrgäste aus / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Die Deutsche Bahn hat ihren Fahrgästen im vergangenen Jahr eine neue Rekordsumme an Entschädigungen wegen Zugausfällen und Verspätungen ausgezahlt. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wurden 2023 rund 5,6 Millionen Anträge auf Entschädigung bearbeitet und insgesamt 132,8 Millionen Euro ausgezahlt. Im Jahr 2022 waren es 3,8 Millionen Anträge und 92,7 Millionen Euro an Entschädigungen - das war bereits ein Rekord.

Textgröße ändern:

Die Bahn nannte mehrere Gründe für die gestiegene Zahl an Anträgen und ausgezahlten Beträgen. Das liege zum einen an "gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Reisendenzahlen" und zum anderen an einer "Rekordzahl von kurzfristigen Baustellen". Mittlerweile würden rund 75 Prozent der Fernverkehrszüge auf ihrer Fahrt durch mindestens eine Baustelle "ausgebremst", erklärte ein Sprecher.

Die Bahn verwies außerdem auf mehrere Sonderereignisse im vergangenen Jahr, die ebenfalls zu den hohen Summen beigetragen hätten. So gab es 2023 Streiks im Frühjahr und im Herbst sowie heftige Wintereinbrüche im Dezember.

Auch der aktuelle sechstägige Streik der GDL dürfte sich massiv auf die Entschädigungssummen auswirken. Fahrgäste können bei ausgefallenen und verspäteten Zügen ihren Ticketpreis ganz oder teilweise zurückverlangen. Wegen des Streiks - dem längsten GDL-Ausstand in der Geschichte der Bahn - fällt derzeit ein Großteil der Züge im Fernverkehr aus.

L.Barone--PV

Empfohlen

IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für die globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

Block-Prozess: Gericht beschlagnahmt Aufzeichnungen von Journalistin

Die gerichtliche Beschlagnahme der Tonaufzeichnung einer Journalistin hat im Zusammenhang mit dem Strafprozess um die Entführung der Kinder der Steakhauskettenerbin Christina Block zu einer scharfen Auseinandersetzung geführt. Die betroffene Wochenzeitung "Die Zeit" sprach von einem "Angriff auf die Pressefreiheit". Sie kündigte rechtliche Schritte gegen den entsprechenden Erlass des Hamburger Landgerichts an.

Deutsche Weinbaubetriebe erwarten höhere Weinernte als im letzten Jahr

Die Weinernte in Deutschland fällt 2026 voraussichtlich besser als im Vorjahr aus. Die erwartete Erntemenge wird voraussichtlich bei 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost liegen und damit um fünf Prozent höher als 2025, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag auf Basis einer Schätzung vom 20. September mitteilte. Damit liegt die Weinernte dieses Jahres aber um vier Prozent oder 0,3 Millionen Hektoliter unter dem Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025.

Umfrage: 17 Prozent der Deutschen beantragten Verwaltungsleistung online

17 Prozent der Deutschen haben einer Umfrage zufolge bereits eine Verwaltungsleistung wie etwa eine Wohnsitzanmeldung online beantragt. Zwar ist das weiterhin eine Minderheit, der Wert stieg im Vergleich zu einer Umfrage aus dem Vorjahr aber an, wie der Digitalverband Bitkom am Dienstag in Berlin mitteilte. Demnach waren es vor einem Jahr noch 13 Prozent gewesen.

Textgröße ändern: