Pallade Veneta - Verdi ruft Sicherheitspersonal an elf Flughäfen für Donnerstag zum Streik auf

Verdi ruft Sicherheitspersonal an elf Flughäfen für Donnerstag zum Streik auf


Verdi ruft Sicherheitspersonal an elf Flughäfen für Donnerstag zum Streik auf
Verdi ruft Sicherheitspersonal an elf Flughäfen für Donnerstag zum Streik auf / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Fluggäste müssen sich am Donnerstag auf erhebliche Verzögerungen und Flugausfälle einstellen: Die Gewerkschaft Verdi rief am Dienstag das Sicherheitspersonal an den deutschen Airports zu einem ganztägigen Streik auf. Betroffen sind demnach elf Flughäfen, darunter Frankfurt am Main, Berlin, Stuttgart und Hamburg. Verdi verhandelt derzeit mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) über höhere Löhne für die bundesweit rund 25.000 Beschäftigten der Branche.

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Aufgerufen zu dem ganztägigen Streik sind die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, die in der Fluggastkontrolle, in der Personen- und Warenkontrolle, der Frachtkontrolle und in Servicebereichen tätig sind. Verdi will höhere Löhne erwirken. Die Gewerkschaft fordert 2,80 Euro mehr Geld pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll nach dem Willen von Verdi zwölf Monate betragen.

Bislang gab es in den Tarifverhandlungen drei Gesprächsrunden, eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Laut Verdi legte der BDLS ein neues Angebot vor, das vier Prozent mehr Lohn vorsieht - dieses sei aber "völlig unzureichend, da es in keiner Weise die hohe Inflation der letzten beiden Jahre aufgreift". Außerdem lehne der Arbeitgeber eine Erhöhung der Funktionszulagen und die Bezahlung von Mehrarbeitszuschlägen ab der ersten Überstunde ab.

Eine Sprecherin des BDLS hatte schon im Vorfeld der offiziellen Streikankündigung einen möglichen Ausstand deutlich kritisiert. Da entstehe der Eindruck, Verdi wolle "mit der GDL gleichziehen", sagte sie in Anspielung auf den tagelangen Lokführerstreik bei der Bahn.

Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), erklärte dazu, ein Lahmlegen des Luftverkehrs in Deutschland durch einen Warnstreik der Luftsicherheitskräfte sei "unangemessen". Es sollte stattdessen alles unternommen werden, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden oder im Wege einer Schlichtung, fuhr er fort.

Von dem Ausstand betroffen sind elf Flughäfen: Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Dresden, Erfurt, Frankfurt/Main und Stuttgart. Die Tarifverhandlungen sollen am 6. Februar fortgesetzt werden.

A.dCosmo--PV

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