Pallade Veneta - Statistikamt bestätigt schwachen Umsatz im Einzelhandel 2023

Statistikamt bestätigt schwachen Umsatz im Einzelhandel 2023


Statistikamt bestätigt schwachen Umsatz im Einzelhandel 2023
Statistikamt bestätigt schwachen Umsatz im Einzelhandel 2023 / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der Umsatz im Einzelhandel ist im vergangenen Jahr auch nach ersten bestätigten Zahlen deutlich zurückgegangen. Die Unternehmen erwirtschafteten preisbereinigt 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Damit fällt das Ergebnis noch etwas schlechter aus als in einer ersten Schätzung Anfang Januar angenommen worden war.

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Nominal verbuchte der Einzelhandel den Angaben zufolge zwar ein Plus von 2,3 Prozent, das liegt jedoch vor allem an den stark gestiegenen Preisen. Betroffen davon war vor allem der Lebensmitteleinzelhandel, dessen realer Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent zurückging, während die Einnahmen ohne Berücksichtigung der Inflation um 5,9 Prozent stiegen.

Der reale Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln sank im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent - das war die erste rückläufige Entwicklung seit 2013. Beim Internet- und Versandhandel stand ein reales Umsatzminus von 3,9 Prozent. Ein reales Plus erwirtschaftete hingegen der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (2,6 Prozent).

Anders als die erste Schätzung von Anfang Januar enthalten die neuen Zahlen der Wiesbadener Statistiker konkrete Angaben zum Weihnachtsgeschäft im Dezember 2023. Die Einzelhandelsunternehmen verbuchten demnach ein Minus im Vergleich zum Vorjahr. Mit preisbereinigt 1,7 Prozent fiel es jedoch schwächer aus als im Jahresschnitt.

"Die Kaufkraft der Menschen in Deutschland hat in den vergangenen zwei Jahren massiv unter den Folgen des Energie- und Nahrungsmittelpreisschocks im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gelitten, und dieser Verlust an Kaufkraft wirkt weiter nach", erklärte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung. "Zwar sind zuletzt die Löhne wieder etwas stärker als die Preise gestiegen, aber bei den Privathaushalten herrscht weiter Vorsicht beim Konsum vor."

C.Grillo--PV

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