Pallade Veneta - Griechische Bauern demonstrieren vor dem Parlament in Athen

Griechische Bauern demonstrieren vor dem Parlament in Athen


Griechische Bauern demonstrieren vor dem Parlament in Athen
Griechische Bauern demonstrieren vor dem Parlament in Athen / Foto: Aris MESSINIS - AFP

In Griechenland haben die Bauern am Dienstag vor dem Parlament in Athen gegen die Agrarpolitik ihres Landes und der EU demonstriert. Auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlamentsgebäude in der Innenstadt fuhren mehr als hundert Traktoren auf, zudem waren Landwirtinnen und Landwirte aus dem ganzen Land in die Hauptstadt gekommen. Die Polizei rechnete am Abend mit tausenden Teilnehmern.

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Die griechischen Bauern fordern niedrigere Steuern, billigeren Strom und Kraftstoff sowie strengere Einfuhrkontrollen. Auch gegen die Umweltauflagen der EU protestieren sie. In den vergangenen Wochen hatten sie wie in anderen europäischen Ländern auch Autobahnen blockiert.

"Wie kommt es, dass ich für einen Liter Olivenöl vier Euro bekomme, der Kunde im Supermarkt dafür aber 14 Euro zahlt?", sagte Landwirt Manolis Karkadatsos, Vorsitzender der Landwirte auf Kreta. Sein Kollege Giorgos Charisanis sagte, "unsere Probleme sind die gleichen wie überall in Europa, aber hier in Griechenland sind die Höfe klein und die Produktionskosten vor allem für Dünger und Kraftstoff sind enorm".

Unzufrieden sind viele Landwirte auch mit den staatlichen Hilfen nach einem schweren Unwetter im September in der wichtigen Landwirtschaftsregion Thessalien. Die Regierung zahlte Betroffenen zwischen 2000 und 4000 Euro im vergangenen Jahr. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis versprach vergangene Woche weitere Hilfen in diesem Jahr in Höhe von je 5000 bis 10.000 Euro. Zudem will die Regierung die Energiekosten landwirtschaftlicher Betriebe reduzieren und die Mehrwertsteuer auf Dünger und Tierfutter von 13 auf sechs Prozent senken.

Mitsotakis sagte am Montag dem Fernsehsender Star TV, er verstehe, warum die Bauern mitten im Zentrum von Athen eine "symbolische" Kundgebung veranstalten wollten. Sie koordinierten sich mit den Protesten "in allen anderen europäischen Hauptstädten". Die griechische Regierung habe aber "nichts mehr zu geben".

B.Cretella--PV

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