Pallade Veneta - Strafprozess wegen mutmaßlich gestohlener Manuskipte zu Eagles-Songs hat begonnen

Strafprozess wegen mutmaßlich gestohlener Manuskipte zu Eagles-Songs hat begonnen


Strafprozess wegen mutmaßlich gestohlener Manuskipte zu Eagles-Songs hat begonnen
Strafprozess wegen mutmaßlich gestohlener Manuskipte zu Eagles-Songs hat begonnen / Foto: Yuki IWAMURA - AFP

In New York hat der Prozess wegen des mutmaßlichen Diebstahls von rund hundert handschriftlichen Seiten mit Songtexten und Noten der US-Rockband Eagles begonnen. Zu Beginn des Verfahrens sagte Eagles-Frontmann Don Henley, er sei Opfer von "Erpressung" geworden. In dem Prozess sind die drei als Sammler tätigen Männer Glenn Horowitz, Craig Inciardi und Edward Kosinski angeklagt.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Staatsanwalt hatte ein Biograf der Band die handschriftlichen Dokumente zum Eagles-Album "Hotel California" Ende der 1970er Jahre ausgehändigt bekommen. Er habe sie aber nicht mehr zurückgegeben, sondern im Jahr 2005 an Horowitz verkauft. Dieser soll sie dann an Inciardi und Kosinski weiterverkauft haben. Horowitz, Inciardi und Kosinski geben an, die Notizen rechtmäßig erworben zu haben.

Henley, der sich mit den Eagles derzeit auf einer Abschiedstournee befindet, erklärte, der Inhalt der Notizbücher sei das Ergebnis der Arbeit der Band gewesen. In ihnen befänden sich "einige der Dummheiten", die die Bandmitglieder aufgeschrieben hätten, bevor sie die endgültigen Versionen von Hits wie "Hotel California" fertiggestellt hätten.

Die Notizen seien nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Der Biograf, der sie sich aneignete, habe einen Diebstahl begangen. Die Verteidiger der Angeklagten verweisen indes darauf, dass besagter Biograf im derzeitigen Verfahren nicht vor Gericht steht.

Eagles-Sänger Henley entdeckte nach eigenen Angaben im Jahr 2012 im Internet mehrere Seiten seiner Notizen - und kaufte sie für 8500 Dollar. Es sei die "zweckmäßigste, praktischste" Art gewesen, sich die Texte wieder anzueignen, sagte Henley. Er habe "sein Eigentum wiedergekauft". Später tauchten auf Auktionen 13 weitere von Hand beschriftete Seiten zum Eagles-Welthit "Hotel California" auf.

"Ich bin bereits einmal erpresst worden", sagte Sänger Henley. Das Verfahren, das er selbst im Jahr 2016 mit einer Anzeige ins Rollen gebracht hatte, soll sich über mehrere Tage erstrecken.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Arbeitgeber fordern mehr Tempo bei Reformen - Merz wirbt für Zuversicht

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat die Bundesregierung zu raschen Reformen aufgefordert. Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum in Deutschland seien "weniger Bürokratie, flexiblere Arbeit, niedrigere Belastungen und ein Staat, der schneller und digitaler wird", sagte Dulger am Dienstag beim Arbeitgebertag in Berlin, wo er Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen 20-Punkte-Plan der Arbeitgeber überreichte. Merz bekräftigte seinen Willen zu den "umfangreichsten Reformen seit Jahrzehnten" - und warb zugleich für mehr Zuversicht.

Textgröße ändern: