Pallade Veneta - Zu wenig Bewegung: Mehr Kinder leiden unter motorischen Entwicklungsstörungen

Zu wenig Bewegung: Mehr Kinder leiden unter motorischen Entwicklungsstörungen


Zu wenig Bewegung: Mehr Kinder leiden unter motorischen Entwicklungsstörungen
Zu wenig Bewegung: Mehr Kinder leiden unter motorischen Entwicklungsstörungen / Foto: Philippe HUGUEN - AFP/Archiv

Wegen fehlender Bewegung leiden Kinder und Jugendliche in Deutschland zunehmend unter motorischen Entwicklungsstörungen. Nach einer am Montag in Hannover veröffentlichten Untersuchung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stieg der Anteil der entsprechenden Diagnosen bei Sechs- bis 18-Jährigen zwischen 2012 und 2022 um 44 Prozent. Es zeigen sich Defizite zum Beispiel beim Laufen und Klettern sowie in der Feinmotorik, also den Bewegungen von Händen und Fingern oder Gesicht.

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Während bei den Sechs- bis Zehnjährigen der Anteil binnen zehn Jahren um rund 30 Prozent stieg, nahm er bei den Elf- bis 14-Jährigen um rund 66 Prozent und bei den 15- bis 18-Jährigen sogar um fast 120 Prozent zu. Dabei waren im Jahr 2022 mit 4,3 Prozent etwa zweieinhalbmal so viele Jungen betroffen wie Mädchen mit 1,8 Prozent.

Bewegungsmangel in jungen Jahren geht der KKH zufolge auf Kosten der körperlichen Fitness. Das führt zu Einbußen bei Ausdauer, Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordinationsfähigkeit und kann den Angaben zufolge langfristig körperliche wie seelische Folgen für junge Menschen haben. Neben Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gelenkproblemen drohten Frustration, mangelndes Selbstvertrauen, Ängste und Isolation.

Die KKH wertete Daten zur Häufigkeit von diagnostizierten motorischen Entwicklungsstörungen von rund 190.000 ihrer Versicherten zwischen sechs und 18 Jahren aus. Rund 5800 Kinder und Jugendliche erhielten 2022 bundesweit eine solche Diagnose, darunter knapp 4200 Jungen und gut 1600 Mädchen. Dies entspricht einem Anteil von 3,1 Prozent. 2012 waren es noch 2,1 Prozent.

O.Mucciarone--PV

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