Pallade Veneta - Kein Zustieg möglich: Streik legt Frankfurter Flughafen am Donnerstag lahm

Kein Zustieg möglich: Streik legt Frankfurter Flughafen am Donnerstag lahm


Kein Zustieg möglich: Streik legt Frankfurter Flughafen am Donnerstag lahm
Kein Zustieg möglich: Streik legt Frankfurter Flughafen am Donnerstag lahm / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Wegen des angekündigten Streiks des Sicherheitspersonals ist am Donnerstag am Frankfurter Flughafen nach Angaben des Betreibers Fraport kein Zustieg zu Flügen möglich. Es werde "ganztägig zu erheblichen Beeinträchtigungen und Flugausfällen" kommen, teilte Fraport am Mittwoch mit. "Ein Zustieg zu Flügen ab Frankfurt ist am Streiktag nicht möglich."

Textgröße ändern:

Fraport bitte "alle Passagiere, die ihre Reise in Frankfurt beginnen, am 7. März nicht an den Flughafen zu kommen", teilte der Flughafenbetreiber weiter mit. Reisende sollten Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft aufnehmen. Auch am Flughafen Hamburg sind am Donnerstag wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals keine Abflüge möglich.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte am Dienstag angekündigt, dass für Donnerstag an den Flughäfen Frankfurt und Hamburg die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, die in der Personen- und Warenkontrolle, der Frachtkontrolle und in Servicebereichen tätig sind, zu ganztägigen Streiks aufgerufen sind. Mit den Streiks wolle Verdi den Arbeitgebern signalisieren, "dass das bisherige Angebot verbessert werden muss", erklärte die Gewerkschaft.

Hintergrund ist, dass in den bisher fünf Tarifverhandlungsrunden mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) bislang keine Einigung zur Erhöhung der Löhne für die bundesweit rund 25.000 Beschäftigten der Branche erzielt werden konnte. Fortgesetzt werden sollen die Tarifgespräche am 20. März.

Die Arbeitgeber hätten zuletzt "zwar ein verbessertes, aber weiter unzureichendes Angebot vorgelegt", kritisierte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Deshalb seien die Beschäftigten bereit, den Druck auf die Arbeitgeber fortzusetzen. Diesmal setze Verdi "nur Nadelstiche", eine Ausweitung der Streikmaßnahmen sei jedoch nicht ausgeschlossen.

Mit bitterem Sarkasmus auf den Streikaufruf reagierte der Flughafenverband ADV: "Wir danken der Gewerkschaft Verdi für eine weitere Streikeskalation im Luftverkehr", erklärte der Verband am Mittwoch. "Wir danken, dass pünktlich zur weltgrößten Reise- und Tourismusmesse ITB der Luftverkehr in unserem Land in weiten Teilen stillsteht. Wir danken, dass die Reputation des Wirtschafts- und Tourismusstandortes Deutschland unnötigerweise international großen Schaden nimmt."

T.Galgano--PV

Empfohlen

EU-Gericht urteilt über strengere Regeln für Porno-Seite Stripchat

Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg verkündet am Mittwoch (09.30 Uhr) sein Urteil über strengere Regeln für die Porno-Seite Stripchat. Die EU-Kommission stufte Stripchat 2023 als sehr große Online-Plattform unter dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Denn die Seite habe mehr als 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU, was über dem Schwellenwert liegt. (Az. T-134/24)

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Missbrauchsbeauftragte fordert besseren Schutz von Kindern im Netz

Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat einen besseren Schutz Heranwachsender im Internet gefordert. "Die Risiken im digitalen Raum explodieren", sagte Claus bei der Vorstellung ihres ersten Berichts am Dienstag in Berlin. Tagtäglich würden Kinder und Jugendliche im Netz Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung. So habe schon jeder vierte junge Mensch zwischen 14 und 17 Jahren Cyber-Grooming erlebt. Diese gezielte Online-Kontaktaufnahme sei der Auftakt für sexualisierte Übergriffe.

Textgröße ändern: