Pallade Veneta - Trennung mit Kanye West hat negative Auswirkungen auf Adidas-Jahreszahlen

Trennung mit Kanye West hat negative Auswirkungen auf Adidas-Jahreszahlen


Trennung mit Kanye West hat negative Auswirkungen auf Adidas-Jahreszahlen
Trennung mit Kanye West hat negative Auswirkungen auf Adidas-Jahreszahlen / Foto: Christof STACHE - AFP

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas hat das Geschäftsjahr 2023 mit deutlich roten Zahlen beendet. Mit 75 Millionen Euro Verlust fiel das Ergebnis aber noch deutlich besser aus als zwischenzeitlich befürchtet worden war. Großen Einfluss auf die Zahlen habe weiterhin das Ende der umstrittenen Zusammenarbeit mit dem US-Rapper Kanye West, erklärte das Unternehmen aus Herzogenaurach am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Zusammen mit West hatte das Unternehmen die Sportschuhreihe "Yeezy" entwickelt und beworben, diese Kooperation nach antisemitischen Äußerungen des Rappers aber im Oktober 2022 beendet. Für Adidas war dies aus geschäftlicher Sicht ein schwerer Schlag. Das Unternehmen blieb zunächst auf dem riesigen Bestand von Schuhen sitzen und rechnete für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Verlust in Höhe von bis zu 700 Millionen Euro.

Später verkaufte Adidas die Bestände aber schrittweise und reduzierte die Verlusterwartung zunächst auf 450 Millionen Euro und im November auf noch 100 Millionen Euro. 2022 hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 612 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens fiel im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Insbesondere in den USA brachen die Verkäufe ein, in China indes zogen sie stark an.

"Das Jahr 2023 war zwar bei Weitem noch nicht gut genug, aber es endete besser, als ich zu Beginn des Jahres erwartet hatte", zeigte sich Björn Gulden, Vorstandsvorsitzender des Sportriesen, zuversichtlich. Für das kommende Jahr rechnete Adidas mit einer Belebung des Geschäfts und geht von einem Umsatz im "mittleren einstelligen Bereich" aus.

Nicht zuletzt könnten auch die anstehenden Sportveranstaltungen, wie die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland oder die Olympischen Sommerspiele in Paris einen Einfluss auf das Geschäft haben. 2024 werde "ein tolles Jahr", um die eigenen Produkte bei diesen Events zu präsentieren, erklärte Adidas.

Trotz des Verlusts wolle das Unternehmen seinen Aktionären erneut eine Dividende zahlen. Diese soll für 2023 bei 0,70 Euro pro Aktie liegen.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

US-Zentralbank-Vorständin Cook hat keine Zeit für von Trump einberufene Anhörung

US-Präsident Donald Trump will Zentralbank-Vorständin Lisa Cook entlassen - für eine Befragung durch ein von Trump einberufenes Komitee hat sie aber keine Zeit. Cook nehme am 5. November an finanz- und geldpolitischen Treffen in Europa teil, schrieb ihr Anwalt Abbe Lowell am Dienstag an das Weiße Haus. "Folglich kann sie an diesem Datum nicht an einer Anhörung teilnehmen." Möglich sei die Befragung erst nach Beratungen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik am 8. und 9. Dezember.

EU-Gericht urteilt über strengere Regeln für Porno-Seite Stripchat

Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg verkündet am Mittwoch (09.30 Uhr) sein Urteil über strengere Regeln für die Porno-Seite Stripchat. Die EU-Kommission stufte Stripchat 2023 als sehr große Online-Plattform unter dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Denn die Seite habe mehr als 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU, was über dem Schwellenwert liegt. (Az. T-134/24)

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Neuer Arbeitsminister erhält Ernennungsurkunde von Steinmeier

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas hat der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten am Dienstagnachmittag in Berlin das Dokument. Am Mittwochnachmittag legt Schweitzer dann im Bundestag seinen Amtseid ab. Davor nimmt er bereits erstmals an einer Sitzung des Bundeskabinetts teil.

Textgröße ändern: