Pallade Veneta - RWE rechnet wegen deutlich sinkender Strompreise mit weniger Gewinn

RWE rechnet wegen deutlich sinkender Strompreise mit weniger Gewinn


RWE rechnet wegen deutlich sinkender Strompreise mit weniger Gewinn
RWE rechnet wegen deutlich sinkender Strompreise mit weniger Gewinn / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Der Essener Energiekonzern RWE rechnet wegen deutlich sinkender Strompreise in diesem Jahr mit weniger Gewinn als 2023. Die Prognose liege am unteren Ende einer Spanne von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Im vergangenen Jahr lag dieser operative Gewinn bei 8,4 Milliarden Euro - netto verdiente RWE 4,5 Milliarden Euro. Damit bestätigte der Konzern Eckdaten von Ende Januar.

Textgröße ändern:

RWE will ein "immer klimafreundlicheres Unternehmen" werden und dabei "verlässlicher Energieversorger" bleiben, wie Unternehmenschef Markus Krebber am Donnerstag bekräftigte. Der Konzern investierte demnach 2023 insgesamt 11,4 Milliarden Euro - allein 6,3 Milliarden Euro flossen für den Kauf von Con Edison Clean Energie Businesses in den USA, weitere Mittel in neue Windkraft- und Solaranlagen sowie in Batteriespeicher in Europa und den USA. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stieg von 2023 um 27 Prozent.

Am Mittwoch hatte bereits der Energiekonzern Eon seine Jahresbilanz vorgelegt und angekündigt, seine Investitionen in die Energiewende zu erhöhen. Von 2024 bis 2028 will Eon europaweit 42 Milliarden Euro ausgeben, mehr als 25 Milliarden Euro in Deutschland.

34 der 42 Milliarden Euro sollen in den Ausbau und in die Modernisierung von Stromnetzen fließen. Weitere Felder sind laut Konzern Digitalisierungsprojekte, der Smart-Meter-Rollout sowie intelligente Ladelösungen für die Elektromobilität. Bei Eon stieg der Gewinn 2023 um zwölf Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Nordrhein-Westfalen: Castortransport erreicht Ahaus nach Protestaktion an Brücke

Nach einer Verzögerung durch eine Protestaktion hat ein 23. Castortransport mit Atommüll durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen am Mittwochmorgen das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland erreicht. Aktivisten störten den Transport zwischenzeitig an einer Brücke über der Autobahn 31, wie die Polizei in Münster mitteilte. Nach einer Verzögerung konnte der Transport weiterfahren. Die Sicherheit des Transports sei durchgängig gewährleistet gewesen.

US-Zentralbank-Vorständin Cook hat keine Zeit für von Trump einberufene Anhörung

US-Präsident Donald Trump will Zentralbank-Vorständin Lisa Cook entlassen - für eine Befragung durch ein von Trump einberufenes Komitee hat sie aber keine Zeit. Cook nehme am 5. November an finanz- und geldpolitischen Treffen in Europa teil, schrieb ihr Anwalt Abbe Lowell am Dienstag an das Weiße Haus. "Folglich kann sie an diesem Datum nicht an einer Anhörung teilnehmen." Möglich sei die Befragung erst nach Beratungen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik am 8. und 9. Dezember.

EU-Gericht urteilt über strengere Regeln für Porno-Seite Stripchat

Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg verkündet am Mittwoch (09.30 Uhr) sein Urteil über strengere Regeln für die Porno-Seite Stripchat. Die EU-Kommission stufte Stripchat 2023 als sehr große Online-Plattform unter dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Denn die Seite habe mehr als 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU, was über dem Schwellenwert liegt. (Az. T-134/24)

Rechtsstreit nach Unfall auf Rennstrecke: BGH gibt Versicherungskundin recht

In einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit um Versicherungsschutz nach einem Motorradunfall bei einer Veranstaltung auf einer Rennstrecke hat sich eine Kundin vor dem Bundesgerichtshof (BGH) abschließend durchgesetzt. Der in den allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen des Unternehmens vereinbarte Risikoausschluss für auf das Erreichen von Höchstgeschwindigkeit abzielende Fahrtveranstaltungen greife hier nicht, entschied der BGH am Dienstag in Karlsruhe. (Az. IV ZR 251/25)

Textgröße ändern: