Pallade Veneta - Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer

Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer


Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer
Britischer Wohnungsbestand im internationalen Vergleich schlecht und teuer / Foto: ISABEL INFANTES - AFP/Archiv

Wohnungen und Häuser in Großbritannien weisen einer Studie zufolge das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Industrienationen auf. Die Denkfabrik Resolution Foundation bezeichnete den Wohnungsbestand in einem am Montag veröffentlichten Bericht als teuer, klein, veraltet und energieineffizient. Das könnte nach Ansicht der Forschenden den britischen Wahlkampf in diesem Jahr beeinflussen.

Textgröße ändern:

In Großbritannien gibt es der Studie nach weniger Wohnraum pro Bewohner als in anderen Industrienationen wie Deutschland, Frankreich, Japan oder den USA. Die Wohnungen seien zudem nicht nur in einem schlechteren Zustand und schlechter isoliert, sie lägen auch im Schnitt weiter entfernt von den Arbeitsplätzen der Menschen als im "Großteil" der anderen europäischen Länder.

"Wenn wir die Wohnkosten, die Fläche und weitere Qualitätsaspekte betrachten, stellen wir fest, dass der teure, enge und alte Wohnungsbestand Großbritanniens das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis aller fortgeschrittenen Volkswirtschaften bietet", erklärte Adam Corlett von der Resolution Foundation. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Wohnungskrise die Parlamentswahl in der zweien Jahreshälfte 2024 beeinflussen könnte.

Die britische Wohnungskrise beschäftigt die Politik schon lange. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wurde zuletzt durch die gestiegenen Verbraucherpreise und hohe Zinsen weiter verschärft.

Für die Studie griffen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach eigener Aussage auf Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zurück.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Portugiesischer Regierungschef: Lufthansa gewinnt Bieterrennen um TAP Air

Der deutsche Lufthansa-Konzern hat nach Angaben des portugiesischen Regierungschefs Luis Montenegro das Bieterrennen um die Teilprivatisierung der Airline TAP gewonnen. Die Lufthansa habe ein Angebot von 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme von 44,9 Prozent des Kapitals der portugiesischen Fluglinie gemacht, sagte Montenegro am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung. Damit setzte sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durch, die ebenfalls Interesse an einer Übernahme hatte.

Nordrhein-Westfalen: Castortransport erreicht Ahaus nach Protestaktion an Brücke

Nach einer Verzögerung durch eine Protestaktion hat ein 23. Castortransport mit Atommüll durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen am Mittwochmorgen das Zwischenlager in Ahaus im Münsterland erreicht. Aktivisten störten den Transport zwischenzeitig an einer Brücke über der Autobahn 31, wie die Polizei in Münster mitteilte. Nach einer Verzögerung konnte der Transport weiterfahren. Die Sicherheit des Transports sei durchgängig gewährleistet gewesen.

US-Zentralbank-Vorständin Cook hat keine Zeit für von Trump einberufene Anhörung

US-Präsident Donald Trump will Zentralbank-Vorständin Lisa Cook entlassen - für eine Befragung durch ein von Trump einberufenes Komitee hat sie aber keine Zeit. Cook nehme am 5. November an finanz- und geldpolitischen Treffen in Europa teil, schrieb ihr Anwalt Abbe Lowell am Dienstag an das Weiße Haus. "Folglich kann sie an diesem Datum nicht an einer Anhörung teilnehmen." Möglich sei die Befragung erst nach Beratungen der US-Notenbank Fed zur Geldpolitik am 8. und 9. Dezember.

EU-Gericht urteilt über strengere Regeln für Porno-Seite Stripchat

Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg verkündet am Mittwoch (09.30 Uhr) sein Urteil über strengere Regeln für die Porno-Seite Stripchat. Die EU-Kommission stufte Stripchat 2023 als sehr große Online-Plattform unter dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Denn die Seite habe mehr als 45 Millionen monatliche Nutzer in der EU, was über dem Schwellenwert liegt. (Az. T-134/24)

Textgröße ändern: