Pallade Veneta - App soll Landwirten beim Pflanzenschutz helfen

App soll Landwirten beim Pflanzenschutz helfen


App soll Landwirten beim Pflanzenschutz helfen
App soll Landwirten beim Pflanzenschutz helfen / Foto: JEAN-FRANCOIS MONIER - AFP/Archiv

Eine neue App fürs Handy und den Computer soll Bauern bei der Nutzung von Pflanzenschutzmitteln unterstützen. Zukünftig sollen Landwirte "bequem alle Informationen zur sachgerechten Anwendung einsehen und auf dem Feld digital gestützt rechtliche Vorgaben einhalten können", erklärte der Industrieverband Agrar (IVA) am Dienstag in Frankfurt am Main. Ab sofort läuft zunächst ein Testlauf mit rund 30 Bauern und Beratern, ab 2025 soll es die App flächendeckend geben.

Textgröße ändern:

"Landwirte stehen heute beim Pflanzenschutz vor einer Vielzahl an komplexen Herausforderungen", erklärte der IVA. Die Anwendung hänge nicht zuletzt von der Situation am Feld ab, beispielsweise von anliegenden Gewässern oder den aktuellen Windverhältnissen. Viele Zulassungsdaten liegen den Informationen nach heute noch nicht online und tagesaktuell vor, weshalb Landwirte Etiketten und Hinweise des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit prüfen müssten. Dies solle sich mit der App "AgriGuide" ändern.

Die Informationen sollen in Zukunft digital zur Verfügung stehen, in späteren Versionen sind dann auch Anleitungen geplant. Dabei erhalte die Anwender für ein spezifisches Feld Hinweise, unter welchen Auflagen das gewählte Pflanzenschutzmittel genutzt werden darf. Darüber hinaus soll AgriGuide die Erfassung von Pflanzenschutz-Maßnahmen und damit die von der EU-Kommission geforderte elektronische Aufzeichnung der Pflanzenschutzmittel-Anwendung unterstützen. Der IVA entwickelte die App gemeinsam mit dem europäischen Verband CropLife.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Bundesregierung macht Weg frei für Zuckersteuer

Nach langem Ringen um eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke hat sich die Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Die Steuer solle die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung stabil halten und einen wichtigen Beitrag "zum Schutz der Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen" leisten, hob das Bundesfinanzministerium hervor. Während Kinderärzte und die Verbraucherorganisation Foodwatch den Schritt begrüßten, kamen aus der Getränkewirtschaft erneut Warnungen vor einer massiven Belastung.

Lufthansa gewinnt Bieterduell um Airline TAP aus Portugal

Im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hat sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durchgesetzt. Nach Angaben der Regierung in Lissabon bot der deutsche Luftfahrtkonzern 1,025 Milliarden Euro für eine 44,9-prozentige Beteiligung an der Airline, die in der Corona-Krise vom portugiesischen Staat gerettet worden war. Für die Lufthansa ist die Beteiligung auch von strategischer Bedeutung.

Portugiesischer Regierungschef: Lufthansa gewinnt Bieterrennen um TAP Air

Der deutsche Lufthansa-Konzern hat nach Angaben des portugiesischen Regierungschefs Luis Montenegro das Bieterrennen um die Teilprivatisierung der Airline TAP gewonnen. Die Lufthansa habe ein Angebot von 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme von 44,9 Prozent des Kapitals der portugiesischen Fluglinie gemacht, sagte Montenegro am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung. Damit setzte sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durch, die ebenfalls Interesse an einer Übernahme hatte.

Textgröße ändern: