Pallade Veneta - Bundeskartellamt erlaubt Berlin Kauf des Vattenfall-Fernwärmenetzes

Bundeskartellamt erlaubt Berlin Kauf des Vattenfall-Fernwärmenetzes


Bundeskartellamt erlaubt Berlin Kauf des Vattenfall-Fernwärmenetzes
Bundeskartellamt erlaubt Berlin Kauf des Vattenfall-Fernwärmenetzes / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP

Das Land Berlin darf das Fernwärmenetz der Hauptstadt von dem schwedischen Energieunternehmen Vattenfall kaufen. Das Bundeskartellamt gab die beabsichtigte Übernahme am Donnerstag frei. "Fusionskontrollrechtlich ist das Vorhaben nicht zu beanstanden", teilte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, mit.

Textgröße ändern:

Der Betreiber eines Fernwärmenetzes sei Monopolist in dem jeweiligen Netz, erklärte Mundt zur Begründung. Die Kundinnen und Kunden könnten, anders als etwa bei der Strom- oder Gasversorgung, ohnehin nicht auf einen anderen Versorger ausweichen. "An dieser Lage ändert sich durch den Eigentümerwechsel nichts", fuhr Mundt fort.

Der Senat hatte im Dezember bekannt gegeben, dass er das Fernwärmenetz für voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro kaufen will. Vattenfall versorgt eigenen Angaben zufolge rund 1,4 Millionen Wohneinheiten mit Warmwasser und Wärme. Nach Angaben der Senatsverwaltung ist es das größte Fernwärmenetz Westeuropas.

Der Verkauf könnte nun nach dem grünen Licht durch das Kartellamt noch im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Rund 1700 Mitarbeiter sind nach Unternehmensangaben bei Vattenfalls Wärmegeschäft in Berlin beschäftigt.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Bericht: Panzerbauer KNDS vor Wandel zum Staatskonzern

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS könnte laut einem Medienbericht zum Staatskonzern werden. Der ursprüngliche Plan für einen Börsengang werde nicht länger verfolgt, berichtet das "Handelsblatt" laut Mitteilung vom Mittwoch unter Berufung auf mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen. Stattdessen wollten die deutschen Eigentümer ihre Anteile an die Bundesregierung verkaufen.

Bundesregierung macht Weg frei für Zuckersteuer

Nach langem Ringen um eine Steuer auf zuckergesüßte Getränke hat sich die Bundesregierung auf einen Gesetzentwurf geeinigt. Die Steuer solle die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung stabil halten und einen wichtigen Beitrag "zum Schutz der Gesundheit vor allem von Kindern und Jugendlichen" leisten, hob das Bundesfinanzministerium hervor. Während Kinderärzte und die Verbraucherorganisation Foodwatch den Schritt begrüßten, kamen aus der Getränkewirtschaft erneut Warnungen vor einer massiven Belastung.

Lufthansa gewinnt Bieterduell um Airline TAP aus Portugal

Im Bieterwettstreit um Anteile an der portugiesischen Fluglinie TAP hat sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durchgesetzt. Nach Angaben der Regierung in Lissabon bot der deutsche Luftfahrtkonzern 1,025 Milliarden Euro für eine 44,9-prozentige Beteiligung an der Airline, die in der Corona-Krise vom portugiesischen Staat gerettet worden war. Für die Lufthansa ist die Beteiligung auch von strategischer Bedeutung.

Portugiesischer Regierungschef: Lufthansa gewinnt Bieterrennen um TAP Air

Der deutsche Lufthansa-Konzern hat nach Angaben des portugiesischen Regierungschefs Luis Montenegro das Bieterrennen um die Teilprivatisierung der Airline TAP gewonnen. Die Lufthansa habe ein Angebot von 1,2 Milliarden Euro für die Übernahme von 44,9 Prozent des Kapitals der portugiesischen Fluglinie gemacht, sagte Montenegro am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung. Damit setzte sich die Lufthansa gegen die niederländisch-französische Air France-KLM durch, die ebenfalls Interesse an einer Übernahme hatte.

Textgröße ändern: