Pallade Veneta - US-Notenbank Fed lässt Leitzinsen erneut unverändert

US-Notenbank Fed lässt Leitzinsen erneut unverändert


US-Notenbank Fed lässt Leitzinsen erneut unverändert
US-Notenbank Fed lässt Leitzinsen erneut unverändert / Foto: Mandel NGAN - AFP

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins ein weiteres Mal unverändert gelassen. Somit bleiben die Zinssätze vorerst zwischen 5,25 und 5,5 Prozent und damit auf dem höchsten Niveau seit 23 Jahren, wie die Federal Reserve am Mittwoch mitteilte. In der Erklärung hieß es, es fehle "weiterer Fortschritt" bei dem Bestreben, die Inflation auf zwei Prozent zu drücken.

Textgröße ändern:

Die Fed hatte die Leitzinsen im Kampf gegen die Inflation seit März 2022 mehrfach erhöht; seit Juli 2023 ließen die Währungshüter die Leitzinsspanne unverändert.

Im vergangenen Jahr hatten sie damit großen Erfolg: Die Inflation sank deutlich, gleichzeitig wuchs die Wirtschaft unerwartet stark, eine Rezession blieb aus. Zuletzt waren die Preise aber wieder stärker gestiegen, was die Hoffnung auf eine Zinssenkung in diesem Sommer dämpfte.

Nachdem die Notenbanker bereits im Dezember mehrere Zinssenkungen für 2024 in Aussicht gestellt hatten, korrigierten sie diesen Kurs jedoch in der Folge. Stattdessen verwiesen sie darauf, nicht vorschnell handeln zu wollen, um die Inflation nicht neu anzufachen.

"Die wirtschaftlichen Aussichten sind unsicher, und der Ausschuss beobachtet die Inflationsrisiken weiterhin mit großer Aufmerksamkeit", erklärte die Fed weiter nach ihrer Entscheidung vom Mittwoch.

Die Fed kündigte am Mittwoch auch an, dass sie ab Juni ihre Bestände an staatlichen Wertpapieren deutlich langsamer verringern will: Demnach soll die Fed pro Monat künftig nur noch Wertpapiere im Wert von 25 Milliarden Dollar veräußern können - statt wie bisher 60 Milliarden Dollar

Angesichts der jüngsten Entwicklungen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eventuelle Zinssenkungen durch die Fed im Vorfeld der US-Präsidentenwahl im November erfolgen könnten. Dies könnte für die Fed problematisch sein, da die US-Zentralbank jeden Anschein von politischer Parteinahme vermeiden soll.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Voraussichtlich niedrigere Erntemenge: Kartoffeln im September deutlich teurer

Der Kartoffelpreis ist in diesem September deutlich höher als im vergangenen Jahr: Verbraucherinnen und Verbraucher zahlten 11,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Preise für Pommes frites und andere tiefgefrorene verarbeitete Kartoffelprodukte hingegen sanken um 4,7 Prozent. Die Kartoffelernte falle in diesem Jahr nach Schätzungen wesentlich schlechter aus als 2025, erklärte das Bundesamt weiter.

Australien: Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen ins Parlament eingebracht

Nach der Einführung des weltweit ersten Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche in Australien hat die Regierung ihren Gesetzentwurf zur "Fürsorgepflicht" von Tech-Konzernen für Minderjährige ins Parlament eingebracht. Kommunikationsministerin Anika Wells sagte am Donnerstag vor Journalisten, die Konzerne dürften bislang ihre Angebote "an Australiern im Live-Betrieb testen". Wer ein Produkt entwickele, sei "verantwortlich für dessen Risiken", fügte sie hinzu.

Neue Grenzbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet

Zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung haben China und Nordkorea eine neue Grenzbrücke eröffnet. Lastwagen mit den Flaggen beider Länder fuhren am Donnerstag in beide Richtungen über die gut drei Kilometer lange, vierspurige Brücke. Sie führt von der chinesischen Grenzstadt Dandong, wo sich am Eröffnungstag hunderte Schaulustige versammelten, über den Fluss Yalu nach Nordkorea.

Personalauswahl in Kitas: Bertelsmann-Studie sieht Verbesserungsbedarf

Eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung sieht Verbesserungspotenzial bei der Abstimmung zwischen Kitaträgern und Kitaleitungen insbesondere bei der Personalauswahl. 23 Prozent oder fast ein Viertel der befragten Kitaleitungskräfte gaben an, dass ausgeschriebene Stellen eigentlich unterhalb des in den Einrichtungen benötigten Qualifikationsniveaus lägen, wie die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh erklärte.

Textgröße ändern: