Pallade Veneta - Reallöhne im ersten Quartal deutlich um 3,8 Prozent gestiegen

Reallöhne im ersten Quartal deutlich um 3,8 Prozent gestiegen


Reallöhne im ersten Quartal deutlich um 3,8 Prozent gestiegen
Reallöhne im ersten Quartal deutlich um 3,8 Prozent gestiegen / Foto: jody amiet - AFP/Archiv

Die Reallöhne sind in Deutschland im ersten Quartal kräftig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, lag das Plus bei 3,8 Prozent verglichen mit dem Vorjahresquartal. Dies ist der vierte Anstieg in Folge und das größte Plus im Jahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008.

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Die Nominallöhne stiegen im ersten Quartal deutlich um 6,4 Prozent, wie die Statistiker weiter mitteilten. Die Inflation in diesem Zeitraum verlor hingegen deutlich an Dynamik und betrug 2,5 Prozent. So ergibt sich der spürbare Reallohnzuwachs. Die Steigerung bei den Löhnen wurde vor allem getragen von günstigen Tarifabschlüssen und Einmalzahlungen sowie der Auszahlung von Inflationsausgleichsprämien im ersten Quartal.

Überdurchschnittliche Steigerungen gab es laut Statistischem Bundesamt in den Wirtschaftsbereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung mit 9,1 Prozent sowie Erziehung und Unterricht mit 8,0 Prozent. Dort wird der Großteil der Beschäftigten nach Tarifverträgen für den öffentlichen Dienst entlohnt.

"Der Anstieg ist eine sehr gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft und die Menschen in Deutschland", kommentierte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, die Zahlen. Allerdings hätten die Reallöhne "noch bei weitem nicht die Verluste seit dem Beginn der Covid-Pandemie 2019 wettgemacht".

Das könne ein Grund für den noch verhaltenen Privatkonsum sein, führte Dullien aus. In den kommenden Monaten dann könnte der Konsum aber "zu einer wichtigen Stütze für die konjunkturelle Erholung werden".

M.Jacobucci--PV

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