Pallade Veneta - Autobauer Ford will weitere 1600 Arbeitsplätze in Spanien streichen

Autobauer Ford will weitere 1600 Arbeitsplätze in Spanien streichen


Autobauer Ford will weitere 1600 Arbeitsplätze in Spanien streichen
Autobauer Ford will weitere 1600 Arbeitsplätze in Spanien streichen / Foto: JOSE JORDAN - AFP/Archiv

Der US-Autobauer Ford hat einen weiteren massiven Abbau von Arbeitsplätzen in seinem Werk bei Valencia im Osten Spaniens angekündigt. "Derzeit gibt es im Werk rund 1600 Beschäftigte zuviel", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. In dem Werk arbeiten aktuell noch 4700 bis 4800 Menschen.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Unternehmens sind rund 600 der geplanten Stellenkürzungen "struktureller Natur". Für 1000 Stellen könne gegebenenfalls eine "Übergangslösung" gefunden werden, bis 2027 die geplante Produktion eines neuen Fahrzeugmodells anlaufen soll.

Die Gewerkschaft UGT sprach von 1622 betroffenen Angestellten. In 626 Fällen gebe es "freiwillige Abgänge dauerhafter Art". 996 Beschäftigte würden entlassen - "mit Präferenz für eine Wiedereinstellung im Jahr 2027".

Ford hatte erst im vergangenen Jahr in Valencia 1100 Stellen gestrichen. Insgesamt baute Ford in Europa 2023 insgesamt 5000 Arbeitsplätze ab, die meisten davon in Deutschland (2300), Großbritannien (1300) und Spanien.

Das Unternehmen kündigte damals an, die Anzahl der für Europa entwickelten Modelle zu reduzieren, um sich auf Elektroautos und den profitablen Bereich von Nutzfahrzeugen zu konzentrieren. Ford hatte sich mit großem Erfolg in Europa als Marke etabliert, verlor in den vergangenen zwanzig Jahren aber an Marktanteil. Wie andere Hersteller auch ist das Unternehmen derzeit mit der aufwendigen und kostspieligen Umstellung auf Elektroantriebe konfrontiert.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: