Pallade Veneta - Thailändische Central Group übernimmt Geschäftsbetrieb der KaDeWe-Gruppe

Thailändische Central Group übernimmt Geschäftsbetrieb der KaDeWe-Gruppe


Thailändische Central Group übernimmt Geschäftsbetrieb der KaDeWe-Gruppe
Thailändische Central Group übernimmt Geschäftsbetrieb der KaDeWe-Gruppe / Foto: STEFANIE LOOS - AFP

Beim berühmten Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin, beim Alsterhaus in Hamburg und beim Oberpolliger in München übernimmt die thailändische Central Group nun auch komplett den Geschäftsbetrieb. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, teilte die KaDeWe-Gruppe am Freitag in Berlin mit. Die Central Group hatte bereits seit 2015 die Mehrheit an der KaDeWe-Gruppe gehalten.

Textgröße ändern:

Nun gehört ihr das Unternehmen ganz. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Der Vertrag steht den Angaben zufolge allerdings noch unter Vorbehalt von Bedingungen wie etwa kartellrechtlicher Fragen.

Der thailändische Konzern hatte im April bereits das KaDeWe-Gebäude in der Nähe des Berliner Kurfürstendamms gekauft. Für die Immobilien Alsterhaus und Oberpollinger laufen aktuell die Verhandlungen mit den Vermietern, wie die KaDeWe-Gruppe weiter mitteilte. Ziel seien "Mietverträge zu wirtschaftlich angemessenen Konditionen".

Die Central Group gehört seit vier Generationen der Familie Chirathivat. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben eine der führenden globalen Einzelhandelsgruppen mit Einkaufszentren, Restaurants und Immobilien in Südostasien und Europa.

2011 begann die Central Group die Expansion nach Europa mit dem Kauf der italienischen Kaufhauskette La Rinascente. 2013 kaufte das Unternehmen das dänische Kaufhaus Illum, 2022 - zusammen mit der inzwischen insolventen Signa-Holding - die britische Warenhauskette Selfridges.

Die Signa Holding des österreichischen Immobilienunternehmers René Benko hatte Ende November Insolvenz angemeldet. Hohe Baukosten, steigende Kreditzinsen und hausgemachte Probleme hatten den Handels- und Immobilienkonzern in Schieflage gebracht. Das KaDeWe-Gebäude in Berlin hatte auch zu Signa gehört. Der Kaufpreis für die Immobilie betrug nach Medienberichten eine Milliarde Euro.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: