Pallade Veneta - Vermögen von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones darf liquidiert werden

Vermögen von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones darf liquidiert werden


Vermögen von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones darf liquidiert werden
Vermögen von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones darf liquidiert werden / Foto: Olivier DOULIERY - AFP

In den USA hat ein Gericht der Liquidation eines großen Teils des Vermögens des ultrarechten Verschwörungstheoretikers Alex Jones zugestimmt. Der Richter an einem Insolvenzgericht in Houston im Bundesstaat Texas erlaubte es in einem Urteil am Freitag Gerichtsunterlagen zufolge, das Privatinsolvenzverfahren des zu Schadensersatz in Milliardenhöhe verurteilten Jones in eine Liquidation umzuwandeln. Das Unternehmen hinter Jones' rechtsgerichteter Website "Infowars" darf hingegen bestehen bleiben.

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Jones, Radiomoderator und Gründer von "Infowars", war im Jahr 2022 wegen Falschbehauptungen zum Blutbad an der Sandy-Hook-Grundschule im Jahr 2012 mit 26 Toten in mehreren Prozessen zu Schadenersatz in Höhe von insgesamt knapp 1,5 Milliarden Dollar (mehr als 1,4 Milliarden Euro) verurteilt worden. Das Geld schuldet er unter anderem mehreren Eltern, deren Kinder bei dem Massaker getötet worden waren. Mit den Erlösen aus der Liquidation seiner Vermögenswerte kann er nur einen Bruchteil des Betrags bestreiten.

Aus dem Urteil folgt, dass Jones unter anderem eine Ranch im Wert von rund 2,8 Millionen Dollar (2,6 Millionen Euro) verkaufen muss. Insgesamt verfügt Jones den jüngsten Gerichtsunterlagen zufolge über ein Privatvermögen von rund neun Millionen Dollar. Von der Liquidation ausgenommen sind Berichten zufolge Vermögenswerte wie Jones' Privathaus nahe der texanischen Hauptstadt Austin.

Jones' Unternehmen Free Speech Systems, das hinter "Infowars" steht, darf ebenfalls bestehen bleiben. Vor dem Gerichtsurteil hatte Jones selbst noch gegenüber Journalisten gesagt, der Richterspruch bedeute "wahrscheinlich sehr, sehr bald das Ende von Infowars". Am Freitag war auf der Website zu lesen, es könne sich um die "letzte Übertragung" von "Infowars" handeln. Nach Bekanntwerden der Richterentscheidung war hingegen dort von einem "großartigen Sieg" vor Gericht die Rede, mit der Infowars erlaubt werde, "im Geschäft zu bleiben".

Jones hatte über Jahre behauptet, das Sandy-Hook-Schulmassaker in der Stadt Newtown im Bundesstaat Connecticut habe gar nicht stattgefunden. Es sei vielmehr vorgetäuscht worden, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen.

Der in rechtsradikalen Kreisen sehr einflussreiche Jones hat mit der Verbreitung von Verschwörungstheorien - und insbesondere mit dem Verkauf von Produkten wie Nahrungsergänzungsmitteln und Schutzwesten - viel Geld verdient und einen großen Kreis von Anhängern. Jones ist als Unterstützer des früheren US-Präsidenten Donald Trump bekannt.

H.Lagomarsino--PV

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