Pallade Veneta - Galeria macht Verdi Angebot für einen Warenhaus-Tarifvertrag

Galeria macht Verdi Angebot für einen Warenhaus-Tarifvertrag


Galeria macht Verdi Angebot für einen Warenhaus-Tarifvertrag
Galeria macht Verdi Angebot für einen Warenhaus-Tarifvertrag / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Der Warenhauskonzern Galeria hat der Gewerkschaft Verdi nach seiner erneuten Insolvenz und dem Einstieg eines Investors ein Angebot über einen Tarifvertrag für seine Warenhäuser gemacht. Demnach bietet das Unternehmen acht Prozent mehr Geld gestreckt über drei Jahre und eine Inflationsausgleichsprämie von 600 Euro, wie Galeria am Dienstag in Essen erklärte. Gleichzeitig pochte das Unternehmen auf einen baldigen Abschluss der Gespräche.

Textgröße ändern:

Verhandelt werden die Tarifentgelte der 12.000 verbliebenen Galeria-Beschäftigten. Am Dienstag trafen sich dazu die Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens sowie die Bundestarifkommission von Verdi, wie Galeria mitteilte. Neben der Lohnerhöhung sieht der Konzern auch eine "zusätzliche filialbezogene Erfolgsbeteiligungsprämie" vor, die den Vertrag "deutlich attraktiver" machen soll.

Dabei will Galeria offenbar möglichst schnell zu einem Abschluss kommen. "Wir möchten die Vergütung unserer Beschäftigten auf der Grundlage unseres Tarifangebots in kürzester Zeit anheben", erklärte der Finanzgeschäftsführer der Warenhauskette, Guido Mager. "Langwierige und ergebnislose" Tarifverhandlungen wie in der Vergangenheit passten nicht mehr in die kurzen Entscheidungsprozesse, die Galeria sich als nun mittelständisches Unternehmen vorgenommen habe.

Die Unternehmensführung sei mit ihrem Angebot an die "wirtschaftlichen Grenzen gegangen". Verdi habe die Firma mehrere Verhandlungstermine bis Ende August vorgeschlagen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll drei Jahre betragen, die Inflationsausgleichsprämie soll den Angaben zufolge im September gezahlt werden.

Die Gewerkschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. In der Vergangenheit hatte Verdi jedoch wiederholt darauf gepocht, zu regionalen Flächentarifverträgen zurückzukehren oder zumindest Perspektiven für die Rückkehr zu schaffen.

Galeria hatte im Januar zum bereits dritten Mal innerhalb weniger Jahre Insolvenz angemeldet. Die Kaufhauskette war im Zuge der Insolvenz des österreichischen Mutterkonzerns Signa in Schwierigkeiten geraten. Im April teilte der Konzern mit, dass ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des 73-jährigen Unternehmers Bernd Beetz Galeria übernimmt. Das Insolvenzverfahren soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

2030 fast zwölf Euro pro Schachtel: Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer

Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Das Parlamentsplenum stimmte am späten Donnerstagabend mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen für eine entsprechende Gesetzesänderung. Durch sie soll sich der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten bis zum Jahr 2030 um fast vier Euro auf 11,78 Euro verteuern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich dadurch in den kommenden Jahren Steuermehreinnahmen von zusammengerechnet fast zwölf Milliarden Euro.

Unicredit erhält grünes Licht der EZB für Übernahme der Commerzbank

Die italienische Großbank Unicredit hat nach eigenen Angaben die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für eine Übernahme der Commerzbank erhalten. Die EZB habe erlaubt, die Beteiligung an dem Frankfurter Geldinstitut auf mehr als 30 Prozent und anschließend ohne Obergrenze zu erhöhen, teilte Unicredit am Donnerstag mit. Die Commerzbank wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht äußern.

Berlin und Paris treffen provisorische Einigung für Aufweichung von Verbrenner-Aus

Deutschland und Frankreich haben sich Diplomatenangaben zufolge vorläufig auf eine gemeinsame Position geeinigt, die eine weitere Aufweichung des Verbrenner-Aus bis 2035 vorsieht. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte AFP, das Abkommen befinde sich auf der Zielgeraden, die abschließende Zustimmung aus Deutschland stehe noch aus.

Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben in Brüssel ihre Verhandlungen über den nächsten, auf sieben Jahre angelegten Haushalt der Europäischen Union begonnen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bei seiner Ankunft in Brüssel am Donnerstag noch höchst skeptisch: "Wir brauchen Einstimmigkeit im Rat, und von dieser Einstimmigkeit sind wir weit entfernt", sagte er. Auch in der Diskussion um mögliche Maßnahmen gegen die infolge des Iran-Krieges erhöhten Energiepreise gab es keine wesentlichen Fortschritte.

Textgröße ändern: